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November 2017

Armands Zvirbulis Armands Zvirbulis

RKG Freiburg hat ihr Saisonziel nur knapp verpasst

 

Die Ringer der RKG Freiburg verpassen die Bundesliga-Playoffs / Die Planung für 2018 beginnt.

 

RINGEN. Nichts ist so stetig wie der Wandel. Zumindest im Ringen. Die RKG Freiburg kämpfte in dieser Saison – erstmals nach sechs Jahren – wieder in der höchsten Klasse, der Bundesliga. Das Saisonziel, die Playoffs zu erreichen, wurde knapp verfehlt. Ansonsten lief’s ordentlich für eine Mannschaft, die sich auf einer neu strukturierten Ringer-Ebene erst noch richtig zurechtfinden muss, zumal in der nächsten Saison wieder Neuerungen geplant sind. Eine Analyse der für die RKG gerade zu Ende gegangenen Saison – und ein Ausblick auf die nächste Runde.

 

Was lief gut in dieser Saison?
In der Vorrunde war das RKG-Team in den meisten der sechs Kämpfe (fast) auf Augenhöhe mit den anderen Teams der Gruppe Südwest. Die Mannschaft von Trainer Luigi Tascillo sowie seiner Assistenten Viktor Reh und Igor Maier zeigte einige beachtliche Mattenduelle. Neben dem Pflichtsieg gegen den sieglosen ASV Urloffen gab es noch ein völlig überraschendes 11:11 beim TuS Adelhausen, der nach der Hauptrunde eine der vier besten Mannschaften stellte. Zum Publikumsliebling avancierte der Lette Armands Zvirbulis (30), der im Freistil-Halbschwergewicht keinen seiner sechs Kämpfe verlor. Stark präsentierten sich auch der Italiener Givi Davidovi (28 Jahre/57 Kilo), der deutsche Meister Manuel Wolfer (24/66), Routinier Rainhold Kratz (33/71) sowie der junge Ivan Drobny (20/71 und 75), der zum Beispiel mit einem Punktsieg im zehnten und letzten Mattenduell das Remis in Adelhausen sicherstellte. Auch die Tatsache, dass die selbst vom Verein ausgebildeten Teenager Maximilian Remensperger (19) und Lars Schäfle (18) als Stammkräfte ins Team rückten, macht Hoffnung für die Zukunft.

Was lief nicht gut in dieser Runde? Durch einen Aufstellungsfehler, der einem Erstligisten nicht unterlaufen darf, wurde im ersten Heimkampf gegen Aufsteiger Nackenheim aus einem 15:12-Sieg auf der Matte eine 0:40-Niederlage am grünen Tisch. Nach Abschluss der Hauptrunde mit ihren zwölf Kämpfen kann unzweifelhaft festgestellt werden: Durch diesen Fauxpas verpassten die Breisgauer – im Gegensatz zu den südbadischen Mitstreitern TuS Adelhausen und SV Triberg – den Einzug ins Playoff-Achtelfinale. "Wir können’s nicht mehr ändern. Aber diese Niederlage tut schon noch weh. Es wäre toll gewesen und war schließlich auch unser Ziel, in die Playoffs zu kommen", sagt Trainer Tascillo. Nach nur einem Sieg in der schwächeren Rückrunde (wieder gegen Urloffen) schaffte es die RKG-Staffel mit 5:19 Punkten nicht, der beste Sechstplatzierte der dreigeteilten Bundesliga zu werden. Anstelle der Freiburger zog der RV Lübtheen aus Mecklenburg-Vorpommern in die Playoffs ein, ebenfalls mit 5:19 Punkten, aber mit der günstigeren Einzelpunktedifferenz (minus 51 gegenüber minus 122).

Wie geht’s weiter mit dem Team? Laut Tascillo dürfte sich das Gesicht der Mannschaft in der Saison nicht gravierend ändern. Allerdings gilt es die nächsten Monate abzuwarten, denn der eine oder andere Ringer entpuppt sich in der Zeit, in der keine Mannschaftskämpfe anstehen, als wahrer Meister beim Pokern um einen neuen Vertrag. Bei den Trainern deutet sich laut Luigi Tascillo an, dass das RKG-Trio weitermacht. "Das hat sich bewährt. Wenn der eine nicht konnte, sprang ein anderer ein. Die Absprachen haben funktioniert", so der Cheftrainer.

Wie geht’s weiter mit der Liga?
Das Mannschaftsringen, das es in dieser üppigen und weitverzweigten Form nur in Deutschland gibt, ist immer für Änderungen gut. Beschlossen ist zwar noch nichts: Aber nächste Saison soll es ein neues Wertungssystem geben, das die Vereine mit guter Jugendarbeit etwas begünstigen dürfte. Der Deutsche Ringer-Bund (DRB) strebt dem Vernehmen nach zudem an, künftig neun anstelle von bisher sieben Vereinen in jeder der drei Bundesliga-Gruppen kämpfen zu lassen. Dann gäbe es deutschlandweit in der dreigeteilten Liga 27 Mannschaften in Liga eins. Das würde erreicht, wenn die Tabellenletzten wie zum Beispiel der ASV Urloffen in der Gruppe Südwest nicht absteigen, aber die Regionalligameister aufsteigen müssen. Das wären dann in diesem Randsport neun Teams mehr als in der Fußball-Bundesliga. Hinzu kommen noch die (bisher fünf) Klubs in der Deutschen-Ringer-Liga (DRL), die ihre eigenen Wettkämpfe durchziehen, sich vom DRB gelöst haben und glauben, sich ohne diesen Verband besser vermarkten zu können. Summa summarum wären das also 32 Erstligisten – viel zu viele. Ob dabei noch erstklassiges Ringen herauskommt?

 

Quelle: Badische Zeitung

Foto: RKG Freiburg 2000

 

30.11.2017

Hartes internationales Turnier

 

Das 21. internationale Philipp-Seitz-Gedächtnisturnier im hessischen Kleinostheim, wie jedes Jahr ein echter Prüfstein für die besten Nachwuchsringer Deutschlands.
450 Ringer aus über 115 teilnehmenden Vereinen (u.a. Türkei, Finnland, Südafrika, Frankreich) kämpften auf 8 Matten (!) bis zum späten Abend die Platzierungen aus.
Nach einem harten Tag ganz oben auf dem Treppchen, stand am Ende unser junger Nachwuchsringer Lenny Spiegel (Jhg. `04 / B-Jgd. 69kg). Fast genauso gut machte es sein Bruder Kevin (Jhg. `01 / A-Jgd. 80kg) sowie Lars Schäfle (Jhg. `99 / Junioren 86kg), die sich im Finale nur knapp geschlagen geben mussten. Unter den TopTen der B-Jugend ihrer jeweiligen Gewichtsklasse konnten sich Eugen Mai mit einem starken 7. Platz, Mischa Tsupikau (8. Pl.) sowie Maxim Gergert und Sascha Mai (9. Pl.) platzieren.
Stolz kann die RKG auf die Mannschaftswertung sein. Mit ihren 9 Teilnehmern errang sie Platz 11.
 
Gratulation an unsere Jungs – weiter so!

 

20.11.2017

Ellen Riesterer Ellen Riesterer im Finale gegen Ionna Kyrikaou (14:0 SS)

ELLEN RIESTERER WIRD MIT SÜDBADEN 2. DEUTSCHER MANNSCHAFTSMEISTER

 

Erst im Finale musste sich die starke südbadische Staffel gegen den Deutschen Mannschaftsmeister des Vorjahres Nordrhein-Westfalen geschlagen geben. Ellen konnte in der Gewichtsklasse bis 53 kg in allen fünf Duellen als Siegerin von der Matte gehen. Im ersten Poolkampf des Tages schulterte sie Sophia Röhl (Berlin) nach nur 26 Sekunden. Im zweiten Kampf stand Ellen ihrer Verbandskollegin Marie Trayer des Teams Südbaden II gegenüber. Auch diesen Kampf entschied sie mit 16:0 für sich. Vanessa Hartl (Württemberg II) musste ebenfalls nach nur einer halben Minute Kampfzeit eine Schulterniederlage hinnehmen. Nun galt es nur noch das Team aus dem Saarland zu besiegen. Ellen stand in diesem Kampf Evelina Borovik gegenüber und schulterte auch diese nach 10:0 Führung. 
Frauenringen auf höchstem Niveau gab es im Finale zwischen dem SBRV I und NRW I zu sehen. Neben der amtierenden Vizeweltmeisterin Aline Focken (75 kg) standen auch Nina Hemmer (55 kg, Olympionikin und 3. Europameisterin 2017), Laura Mertens (58 kg, 3. Europameisterin 2017) sowie Celine Mehner (48 kg 3. Kadetten Europameisterin 2017) für NRW auf der Matte. 
Schlussendlich unterlag die südbadische Staffel NRW mit 21:10. Ellen gewann jedoch auch ihr Finalduell gegen Ionna Kyriakou mit einem vorzeitigen 14:0 Schultersieg.

Unsere junge Sophia Schäfle ging erstmals bei einer Deutschen Manschaftsmeisterschaft an den Start. Im zweiten Team des Südbadischen Ringerverbands in der Gewichtsklasse bis 63 kg ringend, gewann sie ihren ersten Kampf gegen die rund zehn Jahre ältere Rabea Selzer mit 8:2. Im Kampf gegen den Berliner Ringerverband unterlag Sophia Laura Kühn hauchdünn mit 3:2.

 

Herzlichen Glückwunsch unseren beiden Mädels zu ihrer starken Leistung!

 

20.11.2017

1te Derbyniederlage / 2te Derbysieg

 

Nicht zu besiegen war der gastgebende SV Triberg im Derbykampf gegen unsere Bundesligatruppe. Die Wasserfallringer wollten ihre Playoff Teilnahme endgültig absichern und boten alle Top-Ringer auf, die in ihren Diensten stehen.

Absichern hieß auch die Losung bei unserer Reservestaffel – und zwar absichern gegen den Abstieg. Mit dem 18:13 Derbysieg beim AC Gutach-Bleibach gelang ein wichtiger Schritt in Richtung Tabellenmitte.

 

SV Triberg – RKG Freiburg 2000 22:6

 

Gut verkaufte sich, der ins Mittelgewicht aufgerückte, Ion Vasilachi (86kg Freistil), gegen den deutschen WM Teilnehmer von Paris, Ahmed Dudarov. Dabei spiegelt die 2:13 Niederlage die heiß umkämpften Punktsituationen nicht wirklich wieder. (0:3 Mannschaftspunkte).

Sehr vorsichtig agierte Tribergs Topstar, der serbische Olympiateilnehmer von Rio, Kristian Fris. Legte Amiran Shavadze (66kg gr.-röm.) seinen Kontrahenten vor einem Jahr noch auf beide Schultern, so ließ sich dieser auf keinerlei Risiko mehr ein, setzte im Wesentlichen auf seine Kondition, „bolzte“ und gewann mit dieser Taktik 9:4 nach Punkten. (0:2)

Im Heimkampf noch eine schmerzhafte Schulterniederlage kassiert, präsentierte sich Stefan Käppeler (75 kg Fr.) gegen den international erfahrenen Roman Dermenij dieses Mal auf Augenhöhe. Beinahe wäre ihm bei der äußerst knappen 8:6 Punktniederlage sogar eine Revanche gelungen. (0:1)

Florian Losmann ließ nichts anbrennen beim Kampf gegen den Triberger Vladislav Wagner. Souverän und sicher holte sich Florian seine Wertungen und am Ende stand ein verdienter 6:3 Punktsieg. (2:0)

Noch einen Tick souveräner machte es Kevin Henkel (75kg Fr.). Mit 8:0 punktete er Adrian Wagner gekonnt aus. Ein Sieg, den auch die Triberger Fangemeinde neidlos anerkennen musste. (3:0)

Das Highlight des Abends aus Freiburger Sicht setzte Ivan Drobny (75kg gr.). Mittlerweile gewohnt respektlos lieferte er dem 3ten Deutschen Meister, Benedikt Rebholz, eine wahre Mattenschlacht. Die Emotionen auf beiden Anhängerseiten gingen, obwohl die Niederlage schon feststand, nochmals in den roten Bereich, was das Duell auch nicht gerade abkühlte. Jedenfalls kamen alle Ringerfans auf ihre Kosten, insbesondere die Freiburger. Mit einem 3:2 Punktsieg setzte der RKG Nachwuchsmann ein weiteres fettes Ausrufezeichen. (1:0)

Jeweils die vollen vier Mannschaftspunkte mussten Matze Liebherr (57kg), Julian Steinbach (80kg), Yasin Uzun (98kg) und Andrej Romanow (130kg) bei den Gästen abliefern.

 

 

AC Gutach-Bleibach – RKG Freiburg 2000 II 13:18

 

Einen ganz starken Eindruck hinterließ die RKG Reserve beim Derbykampf in Bleibach. Das dürfte selbst dem Tabellenführer KSV Gottmadingen, kommenden Freitag zu Gast bei uns, Sorgenfalten auf die Stirn treiben.

Die Punkte für Freiburg holten: Masi Salahi (66kg gr.), Manuel Wolfer (71kg Fr.), Maxi Remensperger (98kg gr.) (jeweils 4 Mannschaftspunkte (MP)), Lukas Schöffler (86kg Fr. / 3:0 MP), Kenan Halac (80kg gr. /2:0 MP) sowie Kevin Spiegel (75kg Fr. / 1:0 MP).

 

Nicht vergessen - Heimkampf – nächsten Freitag (17.11.2017)

2te Mannschaft gegen KSV Gottmadingen (Beginn 20.30 Uhr)

Wo: Festhalle St. Georgen (Schulstr. 8, 79111 FR)

kommen - zuschauen – anfeuern

 

12..11.2017

 

 

Ellen dominiert Berlin

 

Beim, mit weit über 200 Ringerinnen aus 13 Nationen, stark besetzten 12. Internationalen Frauenturnier in Berlin (11.11.2017), dominierte Ellen Riesterer ihre Juniorinnen - Konkurrenz in der 50 kg Klasse. Sophia Schäfle beeindruckte mit einem Punktsieg gegen die Deutsche Vizemeisterin bei den Kadettinnen. Last not least überzeugte unser RKG-Unparteiischer Raffaele Tascillo als souveräner Turnierkampfrichter auf der Matte.
 
Seit geraumer Zeit wieder in heimatlichen Gefilden, kann Ellen endlich, am hiesigen Olympiastützpunkt, unter optimalen Bedingungen trainieren. Mit einem Schultersieg, zwei technisch überhöhten Punktsiegen sowie einem starken Kampf und Sieg über ihre Dauerkonkurrentin, der Berlinerin Lisa Ersel, konnte Ellen ihre derzeit überragende Verfassung auf der Matte beweisen.
Nach einem Jahr verletzungsbedingter Wettkampfpause, meldete sich Sophia mit einem Sieg über Jenny Blachut eindrucksvoll zurück. Als Jahrgangsjüngste musste sie sich danach gegen die amtierende Deutsche Meisterin und Europameisterschaftsteilnehmerin Elena Sell entscheidend geschlagen geben, ebenso wie gegen die Estin Marta Pajula. 

 

12.11.2017

 

Foto: Patrick Seeger (BZ)

TuS Adelhausen klarer 22:8-Derbysieger bei der RKG Freiburg

 

Die Erstligaringer des TuS Adelhausen bleiben die Nummer eins in Südbaden. Im Rückkampf kommen die Hochrheiner zu einem 22:8-Sieg bei der RKG Freiburg und tilgen damit das überraschende 11:11-Remis aus der Vorrunde.

 

Nur zu Beginn hielt die gastgebende RKG das Kampfgeschehen einigermaßen offen. Der Freiburger Feistil-Fliegengewichtler Givi Davidovi demonstrierte erneut seine Klasse im Greco-Stil gegen den deutschen Junioren-Vizemeister Nick Scherer. Davidovi dominierte den Kampf und siegte mit 13:0 Punkten. Im anschließenden Schwergewichtskampf drehte der Adelhausener Nick Matuhin den Spieß um und holte gegen den doch überforderten RKG-Kontrahenten Andrej Romanov mit einem technisch überhöhten Sieg die ersten vier Mannschaftspnkte für die Gäste.

Dann waren wieder die Freiburger dran mit Florian Losmann in der 61-Kilo-Freistilklasse. TuS-Ringer Johannes Voegele musste mit einer 1:10-Punktniederlage die Überlegenheit des RKG-Athleten anerkennen. Dann hatten die Gastgeber ihr Pulver so gut wie verschossen, denn nun kam die große Zeit der Staffel von Florian Philipp und Bernd Reichenbach.

So musste vor der Pause der Einheimische Maximilian Remensperger im Greco-Halbschwergewicht einen 5:0-Punktsieg Arian Güney überlassen. Vor der Pause baute der ehemalige Welt-und Europameister im griechisch-römischen Stil, Ivo Angelov, mit einer Klasseleistung gegen Amrin Shavadze die Führung der Adelhausener auf 10:6 aus.

Routinier bezwingt A-Jugendmeister
Auch danach war der Erfolgshunger des TuS noch nicht gestillt. Freistil-Mittelgewichtler Michael Kaufmehl kam dank seiner Erfahrung und Routine im Duell gegen den 18-jährigen deutschen A-Jugendmeister Lars Schäfle zu einem 9:0-Punktsieg. Den letzten RKG-Sieg erkämpfte Kevin Henkel. Der zweimalige deutsche Meister kam zu einem verdienten 4:0-Punktsieg über Stephan Brunner. Die Schlusskämpfe im Weltergewicht gingen dann wieder an die TuS-Ringer Danijel Janecic und Reinier Peres.

"Wir müssen den Sieg neidlos anerkennen und dem TuS gratulieren", sagte RKG-Coach Luigi Tascillo nach dem ungleichen Vergleich. Genau so sah es auch Bernd Reichenbach: "Den Klassenunterschied hat man gesehen, der Sieg geht auch in der Höhe so in Ordnung."

 

Quelle: Badische Zeitung

 

 

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05.11.2017