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News Bundesliga Südwest

Die RKG Freiburg startet dieses Jahr in der DRB Bundesliga Südwest und ist nach 6 Jahren nun wieder Erstklassig. Wir werden sie hier immer auf dem Laufenden halten.

Luft nach oben

Erstligaauftakt mit deutlicher Niederlage beim Mitfavoriten Mainz

 

Von der finanziellen Kampfkraft her war es ein David gegen Goliath Duell dem sich unsere RKG Ringer, zum Auftakt der neuen Erstligasaison, gegenübersahen. Auch auf der Matte war der ringerische Unterschied zum Teil beträchtlich. Trotz alledem konnte unsere Mannschaft vier der zehn Mattenduelle für sich entscheiden, was für sich genommen so schlecht nicht wahr. Im Heimkampf am nächsten Wochenende gegen den SV A. Nackenheim sieht unser Trainergespann (Lulu/Victor/Igor) auf jeden Fall Luft nach oben: „Dem SV kann man auf Augenhöhe begegnen“.

Extrem Spannend verlief das Lokalderby unserer 2. Mannschaft beim SV Eschbach, leider mit dem glücklicheren Ende für die Dreisamtäler.

 

ASV Mainz 88 – RKG Freiburg 2000 18:4

 

Gewichtsklasse bis 57 kg (Freistil): Erfolgreicher Einstand für unseren Neuzugang, den Italiener Givi Davidovi. Mit Cleverness und taktischem Geschick behielt er mit 5:4 Punkten gegen den, in der vergangenen Erstligasaison ungeschlagenen Mainzer Beka Bujiashvili, die Oberhand (0:1 Mannschaftspunkte).

 

Gewichtsklasse bis 130 kg (gr.-röm.): Mit dem diesjährigen EM und WM Dritten Balazs Kiss (Ungarn) schnürt ein alter Bekannter die Ringerstiefel für die RKG (2008/2009). Mit 4:2 Punkten hielt er den U 23 EM Medaillenträger Mantas Knystautas souverän auf Abstand (0:1).

 

Gewichtsklasse /bis 61kg (Freistil): Mit dem Albaner Ilir Sefaj erwischte Florian Losmann einen im wahrsten Sinne des Wortes harten Brocken. Hielt er anfangs noch gut dagegen, so wurde die Begegnung zunehmend ruppig und damit einhergehend auch einseitig. Am Ende stand ein technisch überhöhter Punktsieg für den ASVler (4:0).

 

Gewichtsklasse bis 98kg (gr.-röm.): Bestens mit Erstligaluft vertraut ist unser Neuzugang Armands Zvirbulis, kämpfte der lettische Serienmeister doch letztes Jahr noch für den KSV Köllerbach. Kein Wunder, dass er im Stil eines alten Mattenfuchses Wladimir Remel, mit einem wunderschön vorbereiteten Beinangriff in der letzten Minute, noch aufgrund der letzten Wertung den Sieg vor der Nase wegschnappte (0:1).

 

Gewichtslasse bis 66 kg (Freistil): Einen klassischen Durchhänger nach den WM Strapazen der Männer letztes Wochenende in Paris hatte Manuel Wolfer. Er musste Niklas Dorn einen 3:1 Punktsieg überlassen. (1:0).

 

Gewichtslasse bis 86 kg (gr.-röm.): Florian Schenk durfte überraschend Bundesligaluft schnuppern. Als Ersatzmann für den verhinderten Julian Steinbach machte er seine Sache gut und verlor gegen Ercihan Albayrak lediglich nach Punkten. (3:0).

 

Gewichtslasse bis 71 kg (gr.-röm.): Rainhold Kratz wusste, was ihn in der 1. Liga erwartet. Dies betraf nicht nur die Physis, sondern auch die sportliche Einstellung – und die muss in der 1. Liga mitunter beinhart sein. Ein Zahn kostete ihn der knappe aber hochverdiente 1:0 Punktsieg gegen den Ukrainer Ruslan Kudrynets (0:1).

 

Gewichtslasse bis 80 kg (Freistil): Wie ringt man gegen den Olympiadritten 2016 und amtierenden Europameister? Voll dagegen dachte sich Ion Vasilachi, was auch in der 1. Runde ganz gut gelang. Dass unser Athlet dem Angriffstrommelfeuer von Soner Demirtas jedoch nicht ewig standhalten konnte war klar, am Ende hieß es technisch überhöhte Punktniederlage (TÜ) (4:0).

 

Gewichtslasse bis 75 kg A (Freistil): Ein Duell auf Augenhöhe lieferte sich Stefan Käppeler mit dem amtierenden Deutschen Meister Tim Müller. Trotzdem wird sich Stefan ärgern. Kurz vor Kampfende konterte der ASVler einen Angriff von ihm und sicherte sich damit den knappen Punktsieg (2:0).

 

Gewichtslasse bis 75 kg B (gr.-röm.): Bálint Korpási, Ungar, amtierender Europameister und WM-Dritter. Es gibt schlechtere Ringer gegen die man Erfahrung sammeln kann. Unser Nachwuchsmann Ivan Drobny hatte jedenfalls das „Glück“ und profitierte reichlich – aber genau über diesen Weg geht es voran. (4:0).

 

 

SV Eschbach 1967 – RKG Freiburg 2000 II 18:16

 

Jeweils fünf Siege für beide Teams. Igor Meier (130 kg Gr.-röm.) machte den Auftakt im Schwergewicht mit einem klaren 6:0 Punktsieg gegen Andreas Benitz. Masi Salahi (66 kg Fr.) kämpfte super und gewann unerwartet hoch mit 14:2 gegen Timo Schweizer vom SV. Keine Mühe hatte Kevin Henkel (80 kg Fr.) mit Aaron Faller. Er beendete das einseitige Duell nach knapp 2 Minuten TÜ. Ähnlich erging es Eschbachs Stefan Scherer gegen Lars Schäfle (98 kg Fr).

Die Überraschung des Abends aus RKG-Sicht war zweifellos der deutliche 15:4 Punktsieg von Jugend A Ringer Kevin Spiegel (75 kg Fr) gegen Lokalmatador Mario Läufer.

Vor dem letzten Kampf des Abends lag die RKG 16:14 vorne. Doch dann wurde Kenan Halac (75 kg Gr.-röm.) seine Risikofreude zum Verhängnis. Der SVler Dorian Becker nutzte die Gunst der Stunde und schulterte Kenan völlig überraschend.

 

03.09.17

 

 

Der WM-Dritte Balazs Kiss (rechts) aus Ungarn kehrt nach acht Jahren wieder zum Bundesligisten RKG Freiburg zurück. Foto: dpa

Start zur Reise ins Ungewisse

 

Ringer der RKG Freiburg vor einer schwierigen Herausforderung in der neuen Bundesliga / Auftakt am Samstag beim ASV Mainz.

 

RINGEN. Luigi Tascillo schaut nach der Frage bezüglich des Saisonziels auf das Tableau mit den Namen der sechs Teams, mit denen es seine Ringer in der neugegründeten DRB-Bundesliga Südwest zu tun haben werden – legt dann die Stirn in Falten, überlegt kurz und sagt nur ein Wort: "Klassenerhalt." Der Coach der RKG Freiburg weiß noch zu gut, wie er 2011 eine Mannschaft übernommen hatte, die sich zuvor aus der Beletage des Ringkampfsports sang- und klanglos ohne Punkte aus 18 Kämpfen verabschieden musste. "So eine desaströse Runde wollen wir unbedingt vermeiden", so das Credo des Freiburger Übungsleiters vor dem Rundenauftakt am Samstag beim ASV Mainz.

Kurze Zeit später legt der 55-jährige ehemalige italienische Meister im Freistil noch ein bisschen nach: "Das Erreichen des Achtelfinales wäre natürlich schön." Dazu bedarf es allerdings mindestens Platz fünf oder den besten sechsten Rang der drei Ligen, um ins Sechzehnerfeld für die Playoffs zu gelangen. Dass dieses Unterfangen recht schwierig für die Breisgauer werden wird, zeigen die klangvollen Namen der Klubs, auf die das Team vom Trainer-Dreigestirn Luigi Tascillo, Viktor Reh und Igor M aier trifft. Der ASV Mainz und der TuS Adelhausen, beide schon vor der Neustrukturierung Erstligist, sowie den beiden Ex-Zweitligaklubs ASV Urloffen und SV Triberg, daneben noch der Meister der Rheinland-Pfalz-Liga, SVA Nackenheim, und der Vizemeister aus der Regionalliga, VfL Neckargartach, bedeuten für die Breisgauer wahrlich keine Laufkundschaft.

Um sich in der neuen Liga zu behaupten, wurde in Sachen Personal bei der RKG kräftig aufgerüstet. Einem Abgang – der 36-jährige Greco-Trainer und Schwergewichtler Pavel Burla wechselt zum Verbandsligisten ASV Vörstetten – stehen gleich sieben Neuzugänge gegenüber. Im Fliegengewicht wird künftig italienisch gesprochen. Der eine Ringer, Givi Davidovi, ist sogar in beiden Stilarten zu Hause. Der 28-jährige italienische Doppelmeister 2017 und EM-Neunter wird im Freistil das Ringerdress für die RKG überstreifen. Sein Pendant im klassischen Stil ist sein 19-jähriger Landsmann Nicola Menghetti. Den Studenten bezeichnet Tascillo als seine "Wunderwaffe". Dessen Referenz ist die Bronzemedaille bei der Kadetten-EM 2015. In Kevin Henkel konnte ein weiterer Hochkaräter in die Breisgaumetropole geholt werden, wobei der 23-jährige Freistilspezialist die Stadt bestens aus seiner Zeit am Sportinternat in Verbindung mit dem Olympiastützpunkt kennt. "Er hat uns im vergangenen Jahr schon die Zusage gegeben, doch die Ispringer haben ihn uns dann im letzten Moment vor der Nase weggeschnappt", sagt Tascillo jetzt und freut sich, dass der deutsche Meister von 2015 und 2016 und Nationalkaderringer sein Versprechen nun einlöst. Der Berufssoldat wird in der 71-Kilogramm-Klasse auf die Matte gehen. Aus der Region stößt der 23-jährige Greco-Ringer Julian Steinbach zur RKG. Der Lahrer, von Tascillo als "bewährte Kämpfernatur" bezeichnet, war zuletzt beim Lokalrivalen SV Eschbach unter Vertrag und kommt in der Klasse 80 bis 86 Kilogramm zum Einsatz. Vom Ex-Erstligisten KSV Köllerbach losgeeist wurde der lettische Serienmeister im Freistil, Armands Zvirbulis. Der 28 Jahre alte Polizist kam auf Empfehlung von RKG-Freistil-Coach Viktor Reh. Beide kennen sich schon aus internationalen Einsätzen im Juniorenalter. Beim 28-jährigen Andrei Romanov kommt der Zeiger an der Waage in den Langstreckenbereich. Das moldawische 130-Kilogramm-Schwergewicht ist gestählt durch mehrfache internationale Einsätze für sein Land, wie auch Greco-Ringer Balazs Kiss in der gleichen Gewichtsklasse. Der Ungar gewann vergangene Woche bei der WM in Paris die Bronzemedaille und war auch schon Weltmeister (2009). Der mittlerweile 34 Jahre alte Recke ist kein Unbekannter in Freiburg, denn er ging schon 2008 und 2009 für die RKG auf Punktejagd. Ein weiterer Rückkehrer ist Stefan Käppeler. Nach einem Jahr zu Studienzwecken in den USA geht der DM-Dritte von 2014 und 2016 wieder an die Dreisam der Ringerarbeit in der 75 Kilogramm-Klasse im Freistil nach. Trotz der Aufstockung des Kaders muss die RKG weiter kleine Brötchen backen, der Etat für das Bundesliga- und Verbandsligateam beträgt, laut Verein, exakt die gleiche Höhe wie im Vorjahr, nämlich 75 000 Euro.

RKG kompakt: Zum Saisonstart bekommen die Freiburger gleich einen dicken Brocken vorgesetzt. Beim letztjährigen Rangsiebten der ersten Liga, dem ASV Mainz, werden die RKG -Ringer gleich einen Vorgeschmack bekommen, was die Liga so zu bieten hat. "Wir sind klar in der Außenseiterrolle, doch wollen wir ein respektables resultat".

 

Zu den Terminen

 

Quelle: Badische Zeitung

01.09.2017

Foto: Marion Stein

 

Freiburger Ringer wieder erstklassig

 

Neuzugänge Kevin Henkel und Julian Steinbach

 

Für mächtig viel Diskussion und Machtgerangel sorgte die Gründung der deutschen Ringerliga (DRL) durch die finanzstärksten Klubs im deutschen Ringkampfsport. Diese wollten den Mannschaftskampf attraktiver gestalten und medienstark vermarkten. Dagegen wehrte sich das offizielle Organ, der deutsche Ringerbund (DRB). Mit Sperren von Athleten, Meldefristen und Sanktionen wollte dieser das Vorhaben stoppen. Die deutsche Ringerliga jedoch steht und startet im Herbst mit dem amtierenden deutschen Mannschaftsmeister KSV Wiesental, dem Vizemeister KSV Ispringen, dem Halbfinalteilnehmer ASV Nendingen und dem Traditionsverein VfK Schifferstadt sowie dem ostdeutschen Vertreter KAV Mansfelder Land (Eisleben) ihren Betrieb.

Allerdings hat der DRB mit Unterstützung des Weltverbandes United World Wrestling (UWW) erwirkt, dass alle Athleten welche in der DRL kämpfen für nationale und internationale Wettkämpfe gesperrt werden.

Für die Verantwortlichen der RKG Freiburg 2000, Vorstand Norman Lübke und sportlichem Leiter Luigi Tascillo, war die DRL kein Thema. Zum einen ist die Unterstützung der Stadt Freiburg unmittelbar an den Status „Bundesliga“ gekoppelt, zum anderen verfolgt man konsequent die Förderung des eigenen Nachwuchses sowie die junger Athleten aus der Region. So baut man auf die Eigengewächse Lars Schäfle und Maximilian Remensperger. Beide Medaillengewinner bei den deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften waren bereits Stammringer in der Saison 2016/2017. Hinzu kommt der 20-jährige Ivan Drobny, Dritter der deutschen Juniorenmeisterschaften 2017. Er soll zusammen mit Routinier Reinhold Kratz die Klasse bis 75kg im gr.-röm. Stil besetzen.

Die Mannschaft des Vorjahres konnte die RKG halten. Mit ihr belegte sie den dritten Platz in der zweiten Liga Süd. Der Abgang des inzwischen 36-jährigen Pavel Burla nach Vörstetten konnte man kompensieren. Ebenso wollen die Schwergewichtler Igor Maier und Viktor Reh kürzer treten und sich auf ihre Trainer-Aufgaben konzentrieren. Auch der amtierende deutsche Meister Manuel Wolfer hat ein weiteres Jahr unterschrieben. Das 25-jährige Freistilass ist dreifacher deutscher Meister in der Klasse bis 61kg. Nach seinem einjährigen Auslandsstudium in den USA kehrt Stefan Käppeler zur Mannschaft zurück. Er erfreute die Zuschauer besonders mit seinem Kampfgeist. Sein Fehlen spürte die RKG im vergangenen Jahr. Der 24-jährige erkämpfte sich bei den deutschen Meisterschaften 2014 und 2016 die Bronzemedaille in der Klasse bis 70kg. 

Insgesamt verpflichtete die RKG sieben Neuzugänge. Zwei von ihnen sind Julian Steinbach und Kevin Henkel. Der Name Steinbach sollte Insidern nicht unbekannt sein. In den 90-er Jahren war Julians Vater Andreas mehrfacher deutscher Meister, Vizeeuropameister und Olympiateilnehmer. Steinbach selbst ist mehrfacher Landesmeister und Teilnehmer bei deutschen Meisterschaften. Der 28-jährige wird die 80kg und 86kg Klasse im gr.-röm. Stil besetzen. Zuletzt streifte er für den SV Eschbach der seine Mannschaft aus der 2. Bundesliga zurückgezogen hat, das Trikot über. 

Kevin Henkel der bei Einzelmeisterschaften für den TSV Dewangen an den Start geht war zuletzt beim Vizemeister KSV Ispringen in Diensten, davor beim TuS Adelhausen. Der 24-jährige Freistilringer gewann 2015 überraschend die deutsche Meisterschaft in der 65kg Klasse gegen den Rümminger Alexander Semisorov. Den Titel verteidigte er 2016 in Freiburg erfolgreich. Aufgerückt in die 70kg Klasse reichte es in diesem Jahr mit unglücklich knappen Niederlagen für Platz fünf. 

Der Freiburger Zuschauer darf sich auf eine junge und kämpferisch aufgelegte Mannschaft freuen. Austragungsstätten werden die St.-Georgener Festhalle und die Sporthalle der Vigeliusschule in Haslach sein. Natürlich werden auch weitere namhafte Ringer ihr Stelldichein am 9. September in der St.-Georgener Festhalle geben. 

 

Quelle: Stadtkurier Freiburg

 

Kampftage

 

16.06.2017