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Oktober 2017

Tascillos Rechenkünste werden übertroffen

 

Freiburger Bundesligaringer setzen sich im südbadischen Derby gegen den ASV Urloffen klar durch.

 

RINGEN. Bundesliga: RKG Freiburg – ASV Urloffen 17:9. Am Ende hat er alles richtig gemacht und dabei ein gutes Näschen bewiesen. Luigi Tascillo, Trainer der RKG Freiburg, orakelte im Vorfeld des südbadischen Derbys einen 16:11-Erfolg seines Teams voraus, mit dem Zusatz "optimistisch gerechnet". Dass seine Athleten Tascillos Rechenkünste sogar noch übertreffen konnten, überraschte nicht nur ihn, sondern auch die rund 250 Zuschauer in der gut gefüllten St. Georgener Festhalle.

Mehrere Gründe waren ausschlaggebend für den zweiten Saisonsieg der Breisgauer. Zum einen reaktivierte der RKG-Trainer im Greco-Fliegengewicht für den verletzten Nicola Menghetti den eigentlichen Freistilspezialisten Givi Davidovi. Dieser hatte es mit dem 17-jährigen Nico Megerle zu tun, der vor Wochenfrist den Adelhausener Kaderringer Nick Scherer klar besiegen konnte. Doch der RKG-Neuzugang bewies gegen den einen Kopf größeren ASV-Athleten, der ebenfalls ein Freistilspezialist ist, auch im für ihn ungewohnten Ringerstil seine Extraklasse und feierte zum Auftakt gleich einen technisch überhöhten Sieg. "Ich wusste, dass Givi auch gut im griechisch-römischen Stil ist, aber dass er so gut ist, war so nicht vorhersehbar", sagte Tascillo. Den nächsten Vierer sackte Schwergewichtler Andrej Romanov ein, dessen Kontrahent Leo Kempf noch an den Folgen eines Kreuzbandrisses laborierte, keine Gegenwehr zeigte und sich nach vier Sekunden schultern ließ. Danach musste Florian Losmann nach einem engagierten Aufritt Laszlo Simo mit 3:5 Punkten knapp den Vortritt lassen, ehe dann auch Maximilian Remensperger Gabriel Fix zum 8:1-Punktsieg zu gratulieren hatte. Das Highlight vor der Pause setze dann Greco-Leichtgewichtler Amiran Shavadze. Gegen Patrick Köhli griff der Georgier tief in die Ringerkiste und stellte mit einem technisch überhöhten Sieg die 12:3-Pausenführung sicher.

Danach setzten die selbsternannten Hornissen aus der Meerrettichstadt erfolgreich ihre Stiche. Lars Schäfle, Kevin Henkel und Julian Steinbach mussten dem ASV-Team die Punkte überlassen – zum 12:9-Zwischenstand. Die beiden Weltergewichtler hatten es nun zu richten. Zunächst musste Ivan Drobny gegen die "Kampfmaschine" Andreas Boczek ran. "Es war ein ganz wichtiger Kampf für mich", sagte Drobny, dem ein knapper 4:3-Punktsieg gelang. Mit zwei sauberen Durchdrehern stellte er die Weichern auf Sieg. "Anfangs war Boczek kräftemäßig überlegen. Ich habe versucht, mit meiner Technik dagegenzuhalten, das hat auch gut funktioniert", so der strahlende Drobny. Den Sack zu machte dann Stefan Käppeler mit einem Disqualifikationssieg gegen den erfahrenen Marius Atofani. "Als er nach Punkten hinten lag, wurde er ein bisschen bockig ", beschrieb Käppeler die rustikale Ringkampfweise seines Gegners, die nach einem Schlag an den Hals von Käppeler mit dem Ausschluss endete. "Er hat mir alles abverlangt", resümierte der RKG-Athlet die sechs Minuten Kampfzeit, "aber es war unendlich wichtig, den zweiten Sieg einzufahren."

Kaum Verschnaufzeit bleibt für die RKG-Ringer. Schon am Samstag, 19.30 Uhr, folgt das nächste Derby in der Vigeliushalle – gegen den TuS Adelhausen.

 

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31.10.2017


Nur die RKG-Leichtgewichte können überzeugen


Die Freiburger Ringer mussten bei der "verdienten Niederlage", wie RKG-Coach Luigi Tascillo objektiv feststellen musste, vor allem in den schweren Gewichtsklassen reichlich Federn lassen. Dagegen entpuppten sich die "Leichtgewichte" als die wahren Punktesammler. So kam im Greco-Fliegengewicht Matthias Liebherr nach seinem 7:0-Punktsieg zu seinem ersten Erfolg in der Bundesliga. Auch Florian Losmann feierte einen 6:3-Punktsieg in der Freistilklasse bis 61 Kilogramm über Bayram Shaban. Eine sichere Bank bleibt Amiran Shavadze im Greco-Leichtgewicht. Der Nackenheimer Ibrahim Fallacara hatte bei der 0:11-Niederlage nicht den Hauch einer Chance. Last, but not least steuerte der letztjährige deutsche Freistilmeister in der Klasse bis 71 Kilogramm nach 1:42 Minuten einen technisch überhöhten Punktsieg über Ali Can Cakici bei. Dann war aber die Herrlichkeit der Breisgauer vorbei. Schwergewichtler und RKG-Neuzugang und 130-Kilogrammkoloss Andrej Romanov ließ sich von dem 98 Kilogramm leichten Robin Ferdinand den "Schneid abkaufen" (Tascillo) und unterlag technisch überhöht. Auch Maximilian Remensperger hatte (98 Kilo griechisch-römisch) wie seine Mitstreiter Lars Schäfle (86 Kilo Freistil), Julian Steinbach (80 Kilo griechisch-römisch) gegen ihre zum Teil international erfahrenen Gegner einen schweren Stand. Auch Schlussringer Stefan Käppeler musste, als die Niederlage schon feststand, sich mit 0:2-Punkten geschlagen geben. Bereits am Dienstag, 17 Uhr, erwarten die RKG-Ringer in der St. Georgener Festhalle das Tabellenschlusslicht ASV Urloffen. Wollen die Freiburger noch in die Playoffs, wozu der fünften Platz vonnöten ist, ist ein Sieg Pflicht.

 

Quelle: Quelle : Badische Zeitung I bearbeitet

 

29.10.2017

RKG II ist Derbysieger

 

Einen grandiosen 28:12 Derbysieg konnte die zweite Mannschaft bereits am Freitag einfahren. Dabei konnten 7 der 10 Kämpfe die RKG für sich entscheiden. In der Gewichtsklasse bis 57 kg musste sich Fernando Maaß 15:0 gegen Fabio Di Feo geschlagen geben. Im Schwergewicht konnte unser Coach Igor Maier einen Technischen Überlegenheitssieg einfahren. Auf 61 kg konnte die RKG leider keinen Gegner stellen und Eschbach konnte weitere 4 Mannschaftspunkte auf ihr Konto verbuchen. Für einen regelrechten Überraschungssieg sorgte Yasin Uzun auf 98 kg. Er schulterte Andreas Benitz nach 3:39 min. Vor der Halbzeitpause verlor Marcel Osaby auf 66 kg auf Schulter. Es sollte die letzte Niederlage für die RKG sein. Es folgten 5 weitere Technische Überlegenheitssiege durch Lukas Schöffler (86kg), Manuel Wolfer (71kg), Ion Vasilachi (80 kg), Ivan Drobny (75kg Gr.) und Kevin Spiegel (75 kg Fr.). 

 

29.10.2017

Amiran Shavadze Foto: Pattrick Seeger (Badische Zeitung)

Mainz eine Klasse zu stark für die RKG

Zum Rückrundenauftakt in der Bundesliga Südwest empfing die RKG Freiburg 2000 den bisher unbesiegten Hinrundenmeister, den ASV Mainz 88. Die grosse Überraschung, wie es sie vor einem Jahr gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer SV Wacker Burghausen gab, als die RKG sich knapp mit 13:12 Punkten vor heimischen Publikum durchsetzen konnte, blieb gegen die Mainzer aus. Der ASV Mainz 88 zeigte auch an der Dreisam seine ganze Klasse und warum sie auch schon in den vergangenen Jahren fester Bestandteil der 1.Bundesliga waren. Am Ende des Abends stand eine deutliche Niederlage von 5:22 für Mainz auf der Punktetafel.

Der Kampfabend startete alles andere als Ideal für die Freiburger und sollte sich auch im Verlauf des Kampfes nicht mehr erholen. Im ersten Kampf des Abends stellte sich Matthias Liebherr, der normalerweise in der zweiten Mannschaft kämpft, Eldeniz Azizli gegenüber. Liebherr ist für den italienischen Neuzugang eingesprungen, der aufgrund einer Verletzung nicht selber in dieser Woche an den Start gehen konnte. Azizli zeigte, warum er im Mainzer Bundesligakader steht und konnte schon nach 0:30 Sekunden den Kampf technisch Überlegen für sich entscheiden. (RKG 0:4 ASV) RKG-Neuzugang Andrei Romanov traf im schwersten Limit bis 130kg auf das Deutsche Ringerass Gabriel Stark. Trotz der Überlegenheit auf der Waage von 30kg musste sich Romanov Stark mit 1:3 Punkten beugen. (RKG 0:5 ASV) In der Gewichtsklasse bis 61kg traf Florian Losmann auf Ali Suleyman. Losmann ging gleich von Anfang an gewohnt Frech in den Kampf und konnte mit 2:0 Punkten in Führung gehen, doch leider wehrte die nicht lange und er musste sich nach 4:30 Minuten schon vorzeitig geschlagen geben. (RKG 0:9 ASV) Der vierte Kampf des Abends fand in der Gewichtsklasse bis 98kg statt. Das Freiburger Nachwuchstalent Maximilian Remensperger traf auf Wladimir Remel. Es zeichnete sich schnell ein harter Fight ab, welcher am Ende knapp mit 0:3 Punkten an den Mainzer ging. (RKG 0:11 ASV) Der erste Sieg für die Freiburger sollte im fünften Kampf des Abends für die Freiburger folgen. IN der Gewichtsklasse bis 66kg konnte der Georgier Umiran Shavadze den Mainzer Kontrahenten Ilir Sefaj nach 1:30 Minuten schultern. (RKG 4:11 ASV) Auch direkt nach der Halbzeitpause ging es erfolgreich weiter für die Freiburger, als Lars Schäfle den Mainzer Albayrak knapp mit 6:4 Punkten besiegen konnte. (RKG 5:11 ASV) Doch das war es auch schon wieder mit Siegen für die Freiburger. Das vermeintliche Spitzenduell des Abends fand in der Gewichtsklasse bis 71kg statt. Der Deutsche Meister von 2016, Kevin Henkel, trifft auf den Deutschen Meister von 2017, Tim Müller. Henkel begann stark und konnte zu Beginn des Kampfes in Führung geben. Nach sechs Minuten Kampfzeit jedoch ging Tim Müller nach blitzschnellen Beinangriffen als Sieger von der Matte. (RKG 5:13 ASV) Wenig entgegenzusetzen Hatte Julian Steinbach in der Gewichtsklasse bis 80kg, wo er auf den amtierenden Europameister und 3. Weltmeister des Jahres Balint Korpasi traf. Bereits nach vier Minuten ging Korpasi als Überlegenheitssieger von der Matte. (RKG 5:17 ASV) Den spannendsten Kampf des Abends gab es im vorletzten Kampf des Abends. Ivan Drobny traf auf Russland Kudrynets. Bis zum Ende stand kein Sieger fest, Drobny führte gar noch, bevor er kurz 30 Sekunden vor Kampfende eine Wertung abgab und damit auch den Kampf. (RKG 5:18 ASV) Einen weiteren Hochkaräter stellten die Mainzer im letzten Kampf des Abends Stefan Käppeler entgegen. Mit Soner Demirtas stand ein amtierender Weltmeister auf der Matte. Stefan gab alles, musste sich am Ende aber doch der Klasse des Türken beugen und verlor nach fünf Minuten mit 1:16 Punkten.

Trotz der deutlichen Niederlage gibt es für die Mannschaft keinen Grund den Kopf in den Sand zu stecken, denn zeigte man in der Hinrunde gegen alle anderen Ligakontrahenten, dass man jeden besiegen kann. Auch der Einsatz von drei eigenen Nachwuchstalenten, sowie fünf weiteren Deutschen Athleten aus der Region ist aller Ehren Wert.

Zweite Mannschaft ebenfalls sieglos

Zum Abschluss der Hinrunde in der Verbandsliga Südbaden blieb die Reserve der RKG Freiburg 2000 gegen den ASV Vörstetten sieglos. Vier Kämpfe konnten die Freiburger gewinnen durch Evazali Ahmadi, Manuel Wolfer, Kevin Spiegel und Lukas Schofler. Am Ende stand es 10:23 für die Vörstetter.

 

 

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22.10.2017

Knappe Niederlage für Freiburg

 

Wahrscheinlich hätte die Freiburger Staffel gegen den Tabellenzweiten Neckargartach sogar für eine Überraschung gesorgt, wenn das Team in Bestbesetzung hätte antreten können. Doch der italienische Fliegengewichtler Givi Davidovi fehlte wegen einer ringerischen Verpflichtung in seiner Wahlheimat Frankreich. Und Stammringer Rainhold Kratz war nach einer Zahn-OP nicht dabei. "Wir haben trotz zweifachen Ersatzes einige tolle Kämpfe abgeliefert", bilanzierte der sichtlich stolze RKG-Trainer Luigi Tascillo. Sein Team gewann vier der zehn Mattenduelle – durch Florian Losmann, den in dieser Saison bislang ungeschlagenen Letten Armands Zvirbulis, Stefan Käppeler und Manuel Wolfer.
 

Wobei der Erfolg von WM-Teilnehmer Wolfer im Freistil bis 66 Kilogramm herausragte. Gegen den in dieser Saison bislang ungeschlagenen Türken Recep Topal lag der Hausen-Zeller schon zurück und geriet dann in die sogenannte Zange (auch Päckle genannt). Dabei fasste Topal mit beiden Armen zu, mit einem zwischen die Beine, mit dem anderen vom Kopf körperabwärts – bis sich die Hände trafen und er diese verschränkte. So wie bei einer Zange eben. Wolfer lag auf einer Schulter, es schien nur noch eine Frage von Sekunden zu sein, bis er auf beiden Schultern landete. Topal versuchte da zu erreichen, indem er seinen Körper so sehr belastete, dass er vorneüber kippte und selbst auf beiden Schultern landete. Das sah RKG-Coach Tascillo als Erster, wies den aus Nordrhein-Westfalen angereisten Kampfrichter Daniel Keim darauf hin, der auch sofort abklopfte zum Zeichen des Kampfendes. Die meisten der rund 200 Zuschauer glaubten, Topal hätte gewonnen. Aber Wolfer war der Sieger, weil sein Gegner auf beiden Schultern lag. "Es war knapp, aber die Entscheidung war richtig. Als Ringer weiß man ja, was passiert, wenn ein Griff bis zum Ende gezogen wird. Ich habe mich gewehrt und wurde belohnt", sagte Wolfer nach seinem Erfolg. Der WM-Teilnehmer aus Hausen-Zell nannte diesen Erfolg "den bisher größten in dieser Mannschaftssaison".

 

Zweite Mannschaft gewinnt 23:11 gegen die RG Hausen Zell

 

Einen herausragenden Sieg konnte unsere zweite Mannschaft einfahren. Dabei konnten 7 der 10 Mattenduelle gewonnen werden. Es gewann Fernando Maaß (4:0 KL), Masih Salahi (2:0 PS), Kevin Spiegel (4:0 TÜ), Kevin Henkel (4:0 TÜ), Florian Schenk (1:0 PS), Lars Schäfle (4:0 TÜ) und unser Coach Igor Maier (4:0 TÜ).

 

Herzlichen Glückwunsch weiter so!

 

 

Quelle: Badische Zeitung

Foto: Pattrick Seeger (BZ)

15.10.2017

 

Ein Häuflein der Aufrechten

 

Ersatzgeschwächte RKG-Ringer halten gegen Triberg lange mit.

 

RINGEN. Bundesliga: RKG Freiburg – SV Triberg 10:18. In den Heimkämpfen der RKG Freiburg steckt wohl der Wurm drin. War zum Auftakt gegen Nackenheim ein fehlender Stempel in einem der Ringerpässe für die 0:40-Niederlage am grünen Tisch verantwortlich, so gab es vor dem zweiten Auftritt in der St. Georgener Festhalle gegen den SV Triberg erneut bedröppelte Gesichter bei den Breisgauern, in gleich zweierlei Hinsicht. Doch diesmal war den RKG-Verantwortlichen kein Vorwurf zu machen.

Zum einen verpasste der im französischen Epinal wohnhafte RKG-Fliegengewichtler Gigi Davidovi wegen eines mehrstündigen Staus den Wiegetermin, zum anderen musste WM-Bronzemedaillengewinnern Balazs Kiss mit hohem Fieber das Bett hüten. Für Davidovi stand kurzfristig kein Ersatz zur Verfügung, für Schwergewichtler Kiss sprang Maximilian Remensperger in die Bresche.

Doch was das "Häuflein der Aufrechten" den rund 300 Zuschauern bot, war alles andere als Magerkost. Auch RKG-Übungsleiter Coach Luigi Tascillo wollte nach dem fünften Saisonkampf nicht vorzeitig die Flinte ins Korn werfen ("Wir können, wenn es gut läuft, noch sechs Kämpfe gewinnen.")

Die Schwarzwälder profitierten zunächst vom Ausfall Davidos und führten 4:0 – kampflos. Dann wurde es erstmals laut um das Mattenviereck, als Kiss-Vertreter Remensperger Oliver Hassler, immerhin Vizeweltmeister von 2014 und WM-Teilnehmer 2017, 14 Sekunden vor dem Schlussgong mit einem Hüftschwung in die Suppe spuckte und bei der 4:7-Punktniederlage nur zwei Mannschaftspunkte für die Wasserfallringer zuließ. Auch Freistil-Spezialist Florian Losmann hielt sich im Greco-Bantamgewicht gegen Marvin Scherer wacker (3:8-Punktniederlage), ehe dann der RKG-Neugang im Freistil-Halbschwergewicht, Armands Zvirbulis, dem deutschen WM-Teilnehmer Ahmend Dudarov, die Leviten las. Zvirbulis, der außerhalb der Matte als Polizist in Lettland seine Brötchen verdient, lag in Runde eins noch mit 0:1 in Rückstand. Doch in den nächsten drei Minuten legte er sich Dudarov, dem zusehends die Puste ausging, zu Recht und feierte einen 6:1-Erfolg. Im letzten Kampf vor der Pause kam der deutsche Meister und RKG-Punktegarant Manuel Wolfer zu einem verdienten 11:1-Punktsieg. So ging es mit einem nicht unaufholbaren 5:8-Pausenstand für die Zuschauer an die Theke. "Es ist noch alles drin", frohlockte RKG-Coach Tascillo.

Danach musste jedoch RKG-Greco-Ringer Julian Steinbach in der 86-Kilo-Klasse die Überlegenheit des Weltmeisters Viktor Nemes mit einer technisch überhöhten Niederlage neidlos anerkennen, ehe Rainhold Kratz mit vier Durchdrehern in Serie gegen Aleksan Mikayelyan (11:1-Punktisieg) die RKG-Anhänger wieder aus dem Häuschen brachte. Auch 80-Kiloringer Ion Vasilachi verkürzte mit seinem 6:0-Punktsieg über Marius Weiss den Rückstand auf 10:12. Noch war alles möglich vor den zwei ausstehenden Mattenduellen. Als Spielverderber für die Freiburger entpuppte sich der moldawische Spitzenringer Roman Dermenji in Diensten der Triberger, der RKG-Athlet Stefan Käppeler mit zwei Viererwertungen gleich kalt erwischte und am Ende sogar noch schultern konnte. Die Mannschafts-Niederlage der Gastgeber war besiegelt.

"Trotz der Niederlage macht mir die Mannschaftsleistung Mut für die Zukunft", sagte Tascillo und ist froh über die einwöchige Pause: "Ich hoffe, dann sind wir wieder vollzählig."

 

03.10.2017

RKG-Ringer vor weiterem Derby

 

Freiburger erwarten am Dienstag Verfolger SV Triberg.

 

RINGEN (tfe). Keine Verschnaufpause für die Bundesligaringer der RKG Freiburg. Nach dem überraschenden Achtungserfolg (11:11) im Derby beim favorisierten TuS Adelhausen (siehe Seite 20), erwartet die Staffel von Coach Luigi Tascillo am Dienstag, 17 Uhr, in der St. Georgener Festhalle den SV Triberg zu einem weiteren Lokalkampf.


"Wir waren näher am Sieg", bilanzierte Tascillo, dessen Team die Vorgabe des Trainer bei weitem übertroffen hatte. "Vier Siege und eine Überraschung" lautete seine Ansage, die die RKG-Athleten mit sechs Einzelerfolgen noch toppen konnten. "Hätten Balasz Kiss und Stefan Käppeler ihre 4:0-Führung behaupten können, wäre uns der ganz große Wurf gelungen", so der Freiburger Übungsleiter. Er attestierte seinem Team wie in den Kämpfen zuvor eine hohe Motivation und unbändigen Siegeswillen, der letztlich ausschlaggebend war für die verdiente Punkteteilung. "Wir wollen den Schwung vom Dinkelberg für das Derby gegen den SV Triberg natürlich mitnehmen", sagt Tascillo. Die Wasserfallringer aus dem Schwarzwald feierten am Samstag beim 16:5-Kantersieg gegen den ASV Urloffen ihren ersten Erfolg und sind somit mit zwei Punkten zum schärfsten Verfolger der Freiburger (3 Punkte) im Kampf um den fünften Platz geworden.

"Es wird ein offener Kampf. Doch wenn wir mit der Einstellung wie am Samstag auf die Matte gehen, können wir mit unserem Publikum im Rücken als Sieger von der Matte gehen", gibt sich der RKG-Trainer optimistisch. Seine Ringer sind ja für Überraschungen gut.

 

Quelle: Badische Zeitung

 

Foto: RKG Freiburg

 

02.10.2017

Bockstarke Punkteteilung

 

Bockstark präsentierten sich unsere RKG-Ringer beim Bundesliga-Lokalderby auf dem Dinkelsberg. Von der Papierform her eigentlich das wesentlich stärkere Team, konnte der TuS Adelhausen unterm Strich froh sein, keine Heimpleite kassiert zu haben. Aus Freiburger Sicht stachen vor allem Ion Vasilachi, mit einer Weltklasseleistung gegen das kubanische Aushängeschild Reinier Perez sowie Ivan Drobny im finalen Duell gegen den 3. DM Meister Sascha Keller, heraus.

 

 

TuS Adelhausen – RKG Freiburg 2000 11:11

 

Gewichtsklasse bis 57 kg (Freistil): Givi Davidovi führte unser Team gleich im Auftaktkampf auf die Erfolgsspur. Souverän und jederzeit Herr der Matte besiegte er den Franzosen Zoheir El Quarragqe mit 3:1 nach Punkten (0:1 Mannschaftspunkte).

 

Gewichtsklasse bis 130 kg (gr.-röm.): Knapp 15 Kilo Gewichtsunterschied standen Balazs Kiss mit Christian John gegenüber. In der 1. Runde störte das Balazs nicht wirklich, führte mit 4:2 nach Punkten. Doch dann kam der Gewichtsvorteil des Dinkelsberger immer stärker zum Tragen. Die am Ende hohe 4:9 Punkteniederlage wurmte Balazs sichtlich (0:2).

 

Gewichtsklasse /bis 61kg (Freistil): Für Florian Losmann war klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der medaillendekorierte WM und EM Spitzenringer Ivo Angelov seinen technischen Überlegenheitssieg einfahren würde. (0:4).

 

Gewichtsklasse bis 98kg (gr.-röm.): Ein Duell auf Augenhöhe zwischen Armands Zvirbulis und dem für den TuS startenden Ur-Freiburg-Haslacher Michael Kaufmehl. Je länger der Kampf desto deutlicher wurde, dass Michael den Trainingsrückstand seines Kreuzbandrisses noch nicht komplett aufgeholt hat. Clever und souverän nutzte Armands die Schlussoffensive von Kaufmehl für eigene Aktionen. Der 6:1 Punktsieg am Ende verdient (2:0).

 

Gewichtslasse bis 66 kg (Freistil): Manuel Wolfer erfüllte die Erwartungen von Trainergespann Lulu Tascillo und Viktor Reh voll und ganz. Der technische Überlegenheitssieg gegen Jörn Schubert brachte notwendige vier Punkte auf das Mannschaftskonto der RKG (4:0).

 

Gewichtslasse bis 86 kg (gr.-röm.): Julian Steinbach tat sich schwer gegen den 2. DM-Juniorenmeister Arian Güney. Die 0:8 Punktniederlage viel am Ende überraschend hoch aus (0:3).

 

Gewichtslasse bis 71 kg (gr.-röm.): Mit Aleksandar Maksimovic stand Rainhold Kratz der stärkste Dauerrivale von Deutschlands Weltmeister Frank Stäbler gegenüber. Die Dinkelbergfans erwarteten einen technischen Überlegenheitssieg ihres Starringers. Doch ein Rainhold lässt sich nicht zum Jo-Jo machen, so viel steht fest. Lediglich ein 4:0 Punktsieg, die Enttäuschung stand TuS Trainer Florian Philipp ins Gesicht geschrieben (0:2).

 

… und es sollte noch enttäuschender werden für den TuS …

 

Gewichtslasse bis 80 kg (Freistil): Der Kubaner Reinier Perez – überhäuft mit Attributen wie: „schnellster Ringer der Liga“ und „Raketenmann“, - der Star schlechthin beim TuS Adelhausen. Der Kubaner führte 11:1 nach vier Minuten. Doch dann schlug die Stunde von Ion Vasilachi. Er setzte die Vorgabe der Trainer perfekt um, die da hieß: „Lass den Superstar sich austoben, dann platt machen“. Perez konnte einem fast schon leidtun, wie er nach den abgegebenen Wertungen kaum noch hoch auf die Beine kam. Ion setzte gnadenlos nach und erzielte in den Schluss Sekunden einen, von unseren Fans frenetisch gefeierten, 15:14 Punktsieg (1:0).

 

Gewichtslasse bis 75 kg A (Freistil): Stefan Käppeler begann stark gegen TuS Eigengewächs Stefan Brunner, hatte ihn zu Beginn beinahe auf beiden Schultern. Doch Brunner kämpfte danach taktisch glänzend und überließ Käppeler nur einen knappen 4:3 Punktsieg (1:0).

 

Vor dem letzten Duell waren die Adelhausener, Trainer wie Fans, beim Stand von 11:9 für den TuS, trotzdem siegessicher. Mit dem DM Dritten Sascha Keller hatten sie einen vermeintlich sicheren Trumpf im Ärmel.

 

Gewichtslasse bis 75 kg B (gr.-röm.): Ivan Drobny war aus RKG Sicht die zweite Riesenüberraschung. 2:0 Punkteführung zur Pause. Das hätte keiner gedacht. Dann ging Keller mit 3:2 in Führung. Die TuS Mienen entspannten sich. Durch einen punktlosen Kraftakt am Boden powerte sich Keller aus, Ivan nutzte die Chance und holte einen nicht für möglich gehaltenen 5:2 Sieg (2:0).

 

 

KSV Gottmadingen – RKG Freiburg 2000 II 21:11

 

 

Eine klare Niederlage musste unsere Zweite Mannschaft beim Verbandsligafavoriten KSV Gottmadingen einstecken. Die Punkte für Freiburg erkämpften Evazali Ahmadi (3 Mannschaftspkt.), Igor Maier (Schultersieg), Lars Schäfle (2 Pkt.) sowie Maxi Remensperger mit einem bärenstarken 8:3 Pkt.Sieg gegen Top-Routinier Volker Hirt.

 

01.10.2017