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Oktober 2018                                                                                                  

Kampfgeist bringt Sieg

 

Lokalderbys haben ihre eigenen Gesetze und das gilt insbesondere im prestigeträchtigen Bundesligaklassiker gegen den, momentan auf Platz drei stehenden, ASV Urloffen. Der 15:14 Sieg war so von keinem erwartet worden, hat die RKG doch schwerwiegende Verletzungsausfälle zu verzeichnen. Zum Abschluss der Vorrunde bekamen die Zuschauer jedoch Ringkampfsport präsentiert, der sie immer wieder von den Sitzen riss und die Halle zum toben brachte. Jetzt heißt es regenerieren und Kräfte sammeln für den nächsten Heimkampf (03.11.2018) gegen Titelaspirant KSV Köllerbach.

 

RKG Freiburg - ASV Urloffen 15:14

 

Gewichtsklasse bis 57 kg (Freistil): Unser Trainergespann Lulu Tascillo und Igor Meier machen drei Kreuze, dass die mehrwöchige Weltmeisterschaftspause anbricht. Steht ihnen doch dann in dieser Gewichtsklasse wieder Topringer Givi Davidovi zur Verfügung. Derweil musste Fernando Maaß nochmals den Kopf hinhalten, diesmal gegen den ASVler Nico Megerle (0:4 Mannschaftspunkte)

 

Gewichtsklasse bis 130 kg (gr.-röm.): Maxi Remensperger gab den Takt für das RKG-Team vor, was Mannschafts- und Kampfgeist betraf. Über 15 Kilo Gewichtsunterschied konnte er gegen Gabriel Fix zwar nicht völlig kompensieren, aber er gestand dem Urloffener lediglich einen 1:5 Punktsieg zu. (0:2)

 

Gewichtsklasse bis 61kg (gr.-röm.): Es war der Abend von Marvin Scherer. Anfangs bewies, der in Diensten des ASV stehende bulgarische Spitzenringer Aleksandar Mirchev, mit einer schnellen 6:0 Führung, seine Klasse. Marvin attackierte den Bulgaren dennoch konsequent, dieser konnte nicht standhalten, musste in die Bodenlage. Was dann folgte war schlichtweg spektakulär. Ausheber um Ausheber gelang Marvin, Urloffens Neuzugang kam gnadenlos unter die Räder, die Halle stand Kopf als der 21:6 Überlegenheitssieg feststand. (4:0)

 

Gewichtsklasse bis 98kg (Freistil): Fast hätte man glauben können, der Meerrettichdörfler Leo Kempf sei im Zweitberuf Maurermeister. Komplett defensiv eingestellt, aus Urloffener Sicht auch die einzig richtige taktische Marschroute, erzielte Armands Zvirbulis in der 1. Runde nur wenige Punkte. Doch Armands unbändiger Kampfgeist brachte auch Kempfs Abwehrstrategie zum Einsturz. 12:0 Punktsieger, erneut steppte der Bär in der St. Georgener Festhalle. (3:0)

 

Gewichtslasse bis 66 kg (Freistil): Auch hier war die Taktik des Urloffener Luca Megerle ähnlich wie im Kampf zuvor. Routinier Youry Siemakin ließ sich jedoch nicht lumpen, tosender Beifall als der 11:2 Punktsieg feststand. (3:0)

 

Gewichtsklasse bis 86 kg (gr.-röm.): Wertung um Wertung machte Julian Steinbach gegen Raphael Langenecker. Der überforderte ASVler musste sich noch in der 1. Runde technisch überhöht geschlagen geben. (4:0)

 

Gewichtslasse bis 71 kg (gr.-röm.): Herzinfarktverdächtig das Duell zwischen RKG Debütant Leo Tudezca und Van Chlovelle Meier. Wechselnde Führungen, (zum Glück) nicht gepfiffene Schulterniederlagen, zuerst von Van Sekunden später von unserem Franzosen. Am Ende ein glücklicher 4:5 Sieg des Urloffeners. (0:2)

 

Gewichtslasse bis 80 kg (Freistil): Lange Zeit gab Lukas Schöffler kaum Punkte ab gegen den international erfahrenen Marius Lucian Atofani. Das „Gewicht abkochen“ forderte jedoch auch bei Lukas seinen Preis. 0:8 Punktniederlage hieß es nach 6. Minuten. (0:3)

 

Gewichtslasse bis 75 kg A (Freistil): Es war der entscheidende Kampf über Mannschaftssieg oder Niederlage. Es war aber auch der Kampf zwischen zwei moldawischen Ringern, die seit Kindesbeinen an immer wieder aufeinandertreffen. Publikumsliebling Ion Vasilachi legte mit einer kleinen Wertung vor, die lange Zeit bestand hatte. Nicolai Chireacov konterte jedoch einen riskanten Wurf von Ion. Dieser wurde von den Zuschauern nun förmlich zum Angriff gepeitscht. Unbeschreiblich die Stimmung, als ihm 25 Sekunden vor Schluss die 3:2 Siegerwertung gelang. (1:0)

 

Gewichtslasse bis 75 kg B (gr.-röm.): Die technisch überhöhte Punktniederlage von Tobi Ketterer gegen Svilen Kostadinov hatte für Urloffen nur noch protokollarischen Wert. (0:4)

 

Résumé:

Ringen „at its best“ – mehr Spannung geht nicht. Die RKG Fans kamen voll auf ihre Kosten. Auch der Livestream wurde extrem gut angenommen, wer drin war blieb dran. Kulinarisch bot unser Profikoch Stephan Paff wieder einmal feinste Kost, inzwischen sehr geschätzt von den Zuschauern.

 

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13.10.2018

 


 

So hat er’s gern: Ion Vasilachi wird zum Sieger erklärt. Foto: Patrick Seeger

"Die RKG ist mein Verein"

 

Der Moldawier Ion Vasilachi ringt seine dritte Saison in Freiburg – und hat hier noch einiges vor.

 

RINGEN. Ion Vasilachi sagt: In der Republik Moldau, die allgemeinsprachlich auch unter Moldawien bekannt ist, gebe es ein Sprichwort, nach dem ein Mann in seinem Leben auf alle Fälle vier Dinge tun muss – einen Baum pflanzen und einen Brunnen bauen (womit vielleicht schon hinreichend erklärt ist, dass das Land vor allem von der Landwirtschaft lebt und der damit verbundenen Industrie lebt), ein Haus bauen und Kinder zeugen. Der Sport Ringen kommt in dem Sprichwort nicht vor; auch wenn er im Leben des jungen Mannes eine gewichtige Rolle spielt. Denn Ion Vasilachi, der Moldawier mit rumänischem Pass, kämpft seine dritte Saison für die RKG Freiburg in der Bundesliga. "Er entwickelt sich immer mehr zum Publikumsliebling. Er entwickelt sich immer besser", sagt Trainer Luigi Tascillo über den Freistil-Spezialisten, der in den Klassen bis 80 und 80 Kilo kämpft und der sich auch im klassischen Stil sehr gut zurechtfindet.

Nun ja, Ion Vasilachi ist erst 25 Jahre alt, und die Hälfte der Sprichwort-Liste hat er bereits abgearbeitet, sprich beim Brunnenbau geholfen und auch schon Bäume gepflanzt. Die andere Hälfte will er auch noch angehen, "aber ich habe ja noch etwas Zeit", sagt er – und lächelt schelmisch. Weil er in diesem Jahr geheiratet hat und weil der Hausbau im Freiburger Umland für die allermeisten Menschen unerschwinglich bleibt, ist fast damit zu rechnen, dass das mit den Kindern die Nummer drei auf seiner Liste wird, die das Sprichwort vorgibt.

Irgendwie ist der junge Mann aber auch schon an der Nummer vier dran, denn er arbeitet bei einer Firma in seinem Wohnort Heitersheim, die sich auf Tief- und Straßenbau spezialisiert hat. Und wer sich mit Tiefbau befasst, dem ist auch zuzutrauen, dass er für seine Familie mal ein Haus baut. Mit 25 hat man schließlich noch Träume – auch in Freiburg und dem Markgräflerland.

Beim Verein einfach so hereingeschneit
Verantwortlich dafür, dass Ion Vasilachi in Freiburg ringt, ist im Grunde der Ringerverband Moldawiens. Er schickte seine Talente 2012 zu einem Lehrgang nach Freiburg. Dem Sportler gefiel es in der Breisgaumetropole so gut, dass er sich sagte: Hier will ich einmal leben. Gesagt, getan. Zumindest fast. "Zwei Jahre lang suchte ich von Moldawien aus vergeblich nach Arbeit in Deutschland", sagt Ion Vasilachi.

Dann sei 2014 ein Bandscheibenvorfall gekommen, die Ärzte in seiner Heimat hätten ihm geraten, mit dem Ringen aufzuhören. Und Ion Vasilachi wurde bewusst, dass er nicht viel mehr als den Sport hatte und "ich mein Leben ändern muss". Schließlich gelang es ihm, Arbeit in Deutschland zu finden, er verließ sein 3000-Einwohner-Heimatstädtchen Moldova Sagaidae – und kam wieder nach Südbaden und zuerst auch wieder nach Freiburg.

In einem Sport, in dem die Vereine in Deutschland immer auf der Suche sind nach talentierten ausländischen Sportlern für die Mannschaftssaison, schneite Ion Vasilachi bei der RKG Freiburg einfach mal so rein. "Im Spätherbst 2015 bin ich mal ins Training gegangen, wurde herzlich aufgenommen, sofort zur Weihnachtsfeier eingeladen. Inzwischen ist die RKG so etwas wie eine Familie für mich", sagt der 25-Jährige.

Das will etwas heißen im Ringen, in dem deutsche Vereine in vielen der meist osteuropäischen Sportler nur preiswerte Punktesammler sehen. Ion Vasilachi erklärt, er sei "dem Verein sehr dankbar dafür, wie er mich aufgenommen und bei der Arbeitssuche unterstützt hat." Auch deshalb habe er Angebote anderer Klubs abgelehnt – und wolle das weiterhin tun. "Die RKG ist mein Verein", sagt er.

Vielleicht bleibt sie das für Ion Vasilachi sogar so lange, bis auch die zwei noch offenen Sprichwort-Anforderungen in die Tat umgesetzt wurden.

 

Quelle: Badische Zeirung

 

12.10.18

Halbe-halbe – doch verloren

 

RKG gewinnt fünf von zehn Duellen, aber nicht den Kampf.

 

RINGEN (gg). Bundesliga Südwest: AC Heusweiler – RKG Freiburg 17:8. Die Vorrunde in der Ringer-Bundesliga ist noch gar nicht zu Ende – und trotzdem sehnt schon der eine oder andere Verein den Saisonschluss herbei. Die RKG Freiburg gehört zu diesen Anwärtern. Denn der Klub ist derart vom Verletzungspech gebeutelt, dass er seine Ambitionen, um die Playoff-Teilnahme mitzukämpfen, bereits ad acta legen kann.

Beim bisherigen Tabellenvorletzten AC Heusweiler waren die Breisgauer deshalb im Endeffekt auch chancenlos – obwohl sie fünf der zehn Mattenduelle für sich entschieden. Aber in den Gewichtsklassen, in denen Ringer verletzt ausfallen und durch Sportler aus der in der Verbandsliga kämpfenden zweiten Mannschaft ersetzt werden beziehungsweise Athleten in der Stilart kämpfen müssen, die ihnen nicht liegt, sind die Lücken eben groß und es werden in der Regel vier Mannschaftspunkte abgegeben.

"Lob an die Mannschaft, alle geben ihr Bestes. Aber den Ausfall von vier Stammringern können nur die finanzstarken großen Teams wie Adelhausen und Köllerbach kompensieren, weil sie für fast jede Gewichtsklasse zwei starke Athleten im Kader haben", sagte RKG-Trainer Luigi Tascillo.

Im Saarland konnte er fünf mehr oder weniger knappe Punktsiege von Yourii Siemakin, Lukas Schöffler, Julian Steinbach, Armands Zvirbulis und Maximilian Remensperger beklatschen, der den 20 Kilo schwereren Peter Himbert mit 7:5 Punkten bezwang. Aber das reichte nicht, um die Niederlage zu vermeiden und das Abrutschen auf den vorletzten Tabellenplatz zu verhindern. Zum Vorrundenende empfängt die RKG am Freitag (20.30 Uhr, Festhalle St. Georgen) den ASV Urloffen.

 

Quelle: Badische Zeitung

 

08.10.2018

Musste verletzt aufgeben - RKG Athlet Ivan Drobny Foto: Pattrick Seeger (BZ)

Bittere Pillen

 

Eine ganze Reihe an bitteren Pillen mussten gestern Abend unsere erste und zweite Mannschaft schlucken. Eigentlich war alles Bestens. Die Ränge bereits zum Vorkampf ordentlich gefüllt, die Stimmung gut und der Livestream lief. Doch dann entglitt beiden Teams, jeweils in der letzten Kampfbegegnung, der bereits sicher geglaubte Sieg. Zudem muss bei der verletzungsbedingten Aufgabe von Ivan Drobny (75kg Greco) befürchtet werden, dass er, wie bereits 57kg Mann Petru Craciun, Rainhold Kratz (71kg Greco) und Kenan Halac (75kg Greco), längerfristig ausfällt.

 

RKG Freiburg - KV Riegelsberg 14:15

 

Gewichtsklasse bis 57 kg (Freistil): Not-Ersatzmann Fernando Maaß musste eine schnelle, überhöhte Punktniederlage gegen Paul Riemer hinnehmen. (0:4 Mannschaftspunkte)

 

Gewichtsklasse bis 130 kg (gr.-röm.): Igor Maier unterlief am Boden ein entscheidender Fehler, ein Schultersieg von Gästeringer Kevin Arend, der die Chance eiskalt nutzte, die Folge. (0:4)

 

Gewichtsklasse bis 61kg (gr.-röm.): Marvin Scherer bewies seine Klasse, insbesondere durch gekonnte Bodenwertungen. Gegen Henrik Schmitt kam er zu einem sicheren und ungefährdeten 10:4 Punktsieg. (2:0)

 

Gewichtsklasse bis 98kg (Freistil): Armands Zvirbulis bekam mit dem Russen Viacheslav Sugako einen der stärksten Gästeringer vorgesetzt. Nach der ersten Runde hatte der Riegelsberger noch mit 0:1 Punkten die Nase vorne. Doch danach wendete Armands mit zwei hervorragend ausgekämpften Situationen das Blatt. Zudem war er der konditionell Stärkere. Nach 6 Minuten konnten die Zuschauer einen 4:1 Sieg von Armands feiern.

 

Gewichtslasse bis 66 kg (Freistil): Wertung um Wertung machte Youry Siemakin gegen Simon Monz. Der überforderte KVler musste sich nach 3,30 Minuten technisch überhöht geschlagen geben. (4:0)

 

Gewichtsklasse bis 86 kg (gr.-röm.): Maxi Remensperger kämpfte auf Augenhöhe gegen den französischen Spitzenringer Anthony Tantini. Viel ging nicht in dem Kampf, außer einer nicht geahndeten Beinarbeit des Franzosen. Diese Unsportlichkeit brachte Maxi jedoch die knappe 1:3 Punktniederlage ein. (0:1)

 

Gewichtslasse bis 86 kg (Freistil): Ein leichtes Los hatte Ion Vasilachi mit Lucas Rosport. Mit technisch feinen Aktionen beinte er den Riegelsberger aus und nach 2,30 Minuten war der technisch überhöhte Punktsieg im Kasten. (4:0)

 

Gewichtslasse bis 71 kg (gr.-röm.): Im ungewohnten Greco-Stil verkaufte sich Adrian Wolny ausgezeichnet. Er überließ dem Riegelsberger Carsten di Franco lediglich ein 0:3 Punktsieg. (0:2).

 

Gewichtslasse bis 75 kg A (Freistil): Mit einer bärenstarken ersten Kampfrunde wartete Kevin Spiegel auf. Angriff um Angriff brachten ihm eine komfortable Punkteführung. Der KVler Kai Burkon konnte zwar noch auf 12:8 verkürzen, dennoch bot Kevin eine famose Leistung. (0:3)

 

Gewichtslasse bis 75 kg B (gr.-röm.): Eigentlich war der Sieg so gut wie in trockenen Tüchern. Ivan Drobny legte auch gleich gegen den klar unterlegenen Daniel Decker mit einer 2er Wertung vor. Doch dann verrenkte sich Ivan bei einer Allerwelts-Standsituation den Rücken so stark, dass an ein weiterkämpfen nicht zu denken war - shit happens. Der Sieg war weg und die Niederlage besiegelt. (0:4)

 

 

RKG Freiburg 2000 II – SV Gresgen 14:21

 

Durch einen „Lucky Punch“ Verzweiflungsgriff des SVler Albert Meister gegen Tobi Ketterer wurden die Siegträume unserer Reservestaffel, im letzten Kampf der Mannschaftsbegegnung, abrupt beendet. Die weiteren Punkte für unsere Staffel erzielten Masi Salahi, Lukas Schöffler und Lars Schäfle durch technisch überhöhte Punktsiege, sowie Yasin Uzun durch einen 4:1 Punktsieg.

 

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04.10.2018