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RINGEN IN FREIBURG

Freiburg mit seinen traditionsreichen Ringervereinen AV Germania Freiburg-St. Georgen (1887), ASV Germania 1885 Freiburg und dem SV Freiburg –Haslach (1895), gehörte in den 70er Jahren zu den Hochburgen des bundesdeutschen Ringkampfsports. Vor allem Haslach und St. Georgen brachten durch ihre hervorragende Jugendarbeit nicht nur immer wieder starke Einzelkämpfer hervor, sondern spielten auch in den Ringerbundesligen mehr als ein Jahrzehnt eine herausragende Rolle.

Waren die Athleten aus St. Georgen seit Gründung der Bundesliga im Jahre 1964 in der höchsten deutschen Leistungsklasse vertreten, erreichte der 11 Jahre später auch der SV Freiburg Haslach den Aufstieg in das „Ringeroberhaus“. 1968/69 wurde St. Georgen 3. Deutscher Mannschaftsmeister, nahm 1973 erstmals am Europacup der Freistilmannschaften in der damaligen UDSSR erfolgreich teil, musste aber 1979 durch die Reduzierung der BL in die 2. Liga absteigen. 1982 erreichte der SV Haslach das Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft, zwei Jahre später fand man sich in der Regionalliga wieder. Gegen Ende der 80er Jahre mussten beide Vereine den hohen, auch finanziellen Ansprüchen  ihren Tribut zollen und konnten den Abstieg nicht mehr verhindern. Der AV Freiburg St. Georgen befand sich nun in der 2. BL, der SV Haslach in der Regionalliga. Klangvolle Namen-allen voran das „deutsche Ringeridol“ Adolf Seger- wie Edmund Seger, Werner Hettich, Mario Sabatini, Uwe Sachs, Klaus Riesterer, Eduard Giray, Valeriu Albu, die Gebrüder Schöffler, Karl Hug, Ralf Schüler, Markus Buck, Jürgen Ketterer, Harald Göschel um nur einige zu nennen, sowie unzählige Nachwuchstalente beider Vereine prägten die Sportszene in Freiburg. Zwei Olympische Medaillen mehrere Welt- und Europameistertitel im Senioren- und Junioren- und Jugendbereich gingen an Sportler dieser beiden Vereine. Zahlreiche Deutsche Meisterschaften, viele Länderkämpfe und vor allem die Internationalen Turniere, die in Freiburg ihren Anfang nahmen, waren national und international ein hervorragender Werbeträger unserer Stadt. Heute müssen sich die beiden Freiburger Ringervereine unter ganz anderen Gesichtspunkten messen lassen. Das Altersbedingte Ausscheiden erfolgreicher Leistungsträger, sowie eine übermächtige Konkurrenz von „Event“-Sportarten wie Fußball, Eishockey und Basketball drängten die Vereine immer mehr an den sportlichen Rand, die ständigen Regeländerungen trugen noch ihren Teil dazu bei. Somit lag es nahe die Kräfte zu bündeln und über ein neues Konzept Ringen in Freiburg nachzudenken. Gemeinsam mit Vertretern des Freiburger Sports und der städtischen Sportverwaltung, sowie den Verantwortlichen von SV Freiburg-Haslach und AV Germ. Freiburg-St.Georgen setzte man sich an einen Tisch und legte somit das Fundament für die heutige RKG-Freiburg-2000. Mit der gezielten Einbindung des Olympiastützpunktes Freiburg-Schwarzwald und der daraus resultierenden Errichtung eines Landesleistungszentrums Ringen, wurden somit die Rahmenbedingungen geschaffen um wieder an alte Zeiten anzuknüpfen. Mit der Vertragsunterzeichnung beider Vereine wurde somit die Saison 1999/2000 erstmals als Ring-Kampf-Gemeinschaft bestritten.