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Dezember 2021                                                                                          

Mihail Lapp Foto: Marion Stein

Die Dominanz des Geldes


Bisher ist noch nie ein südbadischer Ringerverein ins Meisterschaftsfinale eingezogen / Die RKG Freiburg wird das aller Voraussicht nach auch nicht ändern.


In Südbaden ist der Ringkampfsport populär – vor allem das Mannschaftsringen. Dennoch: Ins Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft hat es noch keine einzige Mannschaft aus Südbaden geschafft. Und das, obwohl es den Team-Titel bereits seit 1922 gibt und die Bundesliga zur Saison 1964/65 eingeführt wurde. Aber warum ist das so? Ändern wird sich das diese Saison wohl nicht, auch wenn drei Südbaden-Teams in den Playoffs sind: die RKG Freiburg, der TuS Adelhausen und der ASV Urloffen.
 
Die RKG Freiburg ist schon froh, es in die K.o.-Runde geschafft zu haben. Die Mannen der Trainer Luigi Tascillo und Ion Vasilachi trifft im Achtelfinale am 8. und 15. Januar auf den SV Kleinostheim, der in der Gruppe Ost Erster wurde. Ganz klar: Die RKG ist Außenseiter. Von vorn herein die Segel streichen, will sie indes nicht. Bei der Auslosung hätte es wahrlich schlimmer kommen können, als das Team aus Unterfranken zum Gegner zu kriegen.

Das Halbfinale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft war bisher das höchste der Gefühle für südbadische Teams. Das haben der AV Freiburg-St. Georgen in der 1960er Jahren, Stadtrivale SV Freiburg-Haslach und der ASV Urloffen in den 1980ern, der KSV Haslach im Kinzigtal 2000 und zweimal der TuS Adelhausen (2017/18 und 2018/19) geschafft. Wobei die Frage gestellt werden muss: Soll dem Erfolg alles untergeordnet werden? Auch in Südbaden gibt es Vereine, die zwar erfolgreich waren, aber ihre beziehungsweise die Existenz ihrer Führungspersonen gefährdeten, weil irgendwann die Einnahmen viel geringer waren als die Ausgaben (SV Triberg, KSV Haslach).

Wer sich auf die Spurensuche begibt, warum die Südbadener bei Einzelmeisterschaften im Nachwuchsbereich fast schon beständig am besten abschneiden und zudem bei den Senioren Top-Platzierungen erreichen, aber eben noch nie in den Endkämpfen um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft standen, der kommt um ein Wort nicht herum: Geld. "Wir haben in Südbaden eben nicht einen ganz großen Geldgeber, der sich dem Ringen verschrieben hat", sagt Werner Schüler (Waldkirch), Vizepräsident Finanzen des Südbadischen Ringer-Verbandes (SBRV). Er ergänzt: "Als der AC Goldbach Ende der 1980er bis Mitte der 1990er Jahre das Mannschaftsringen in Deutschland dominierte, wurde er von der Lufthansa unterstützt." Zudem, so Schüler, habe es in Südbaden nie die Konzentration von guten Ringern in einem Verein gegeben, wie das viele Jahre in Goldbach (Hessen) und Schifferstadt (Rheinland-Pfalz) der Fall gewesen sei.
 
Martin Knosp (Appenweier), bis Mai 2021 SBRV-Präsident, nennt die sich wandelnden Bedingungen als Grund dafür, dass es Vereine aus dem hiesigen Verband bisher nicht in die Finals schafften – trotz guter Jugendarbeit. "Früher durften nur zwei ausländische Athleten in den Bundesligateams ringen. Wenn man einen Medaillengewinner einer Europa- und einer Weltmeisterschaft dabei hatte sowie zahlreiche deutsche Spitzenringer, dann hat das unter Umständen fürs Erreichen der Endkämpfe gereicht." Doch seit dem Bosman-Urteil von 1995, durch das die Bedingungen im Sport kräftig durcheinandergewirbelt wurden, geriet auch im Ringen das Fundament ins Wanken. "Die mit dem größten Geldbeutel kommen ins Finale", sagt Knosp, der in den 1980er-Jahren als Aktiver mal mit dem ASV Urloffen in einem Halbfinale stand.

Bernd Reichenbach (Waldkirch-Kollnau), ehemals erfolgreicher Coach des TuS Adelhausen, bestätigt Knosps These: "Hinter dem Team von Burghausen stehen die Wacker-Werke. Da können andere Vereine eigentlich nicht mithalten." Die Wacker Chemie AG ist ein weltweit agierender Konzern mit rund 4,5 Milliarden Euro Umsatz. Da tun einige hunderttausend Euro, die dafür ausgegeben werden, um deutscher Mannschaftsmeister im Randsport Ringen zu werden, wohl nicht entscheidend weh. Jedenfalls reichte es 2018, 2019 und 2020 zum Titel. Auch ein seit einigen Jahres geltendes Punktesystem, mit dem der Einsatz selbst ausgebildeter Athleten belohnt werden soll, hat an der Dominanz des Geldes nicht viel geändert.

Wobei es ausgerechnet der TuS Adelhausen gewesen war, der 2018/19 kräftig am Thron der Bayern rüttelte. Damals kam das Burghausener Team beim Halbfinal-Hinkampf zu spät zum Abwiegen. Im südbadischen Ringen sind sie fast alle davon überzeugt, dass der SV Wacker mit einer 0:40-Niederlage die Rückreise hätte antreten müssen. Doch nach einigen Telefongesprächen, in die sich wohl auch der damalige Präsident des Deutschen Ringer-Bundes, der Bayer Manfred Werner, eingemischt haben soll, wurde doch noch auf der Matte gekämpft. Der TuS Adelhausen erreichte ein 13:13 – verlor aber den Rückkampf eine Woche danach im tief verschneiten Burghausen mit 11:17 Punkten – und schied aus. "Die Niederlage, vor allem deren Umstände, schmerzt noch immer", so Reichenbach.

Die RKG Freiburg wird in solche Gefilde aller Voraussicht nach nicht vorstoßen können. Sollte sie sich – überraschenderweise – gegen den SC Kleinostheim durchsetzen können, würde im Viertelfinale der Sieger des Duells Adelhausen gegen Schorndorf warten.

Aber das Erreichen des Halbfinals ist auch nicht der Anspruch für ein Team, dessen Saisonetat nach Angaben des Vereins weit unter 100 000 Euro liegt und dessen größter Geldgeber die Stadt Freiburg ist. Damals, beim Zusammenschluss bei beiden Vereine AV St. Georgen und SV Haslach zur RKG 2000, haben sie der Stadt eine mittlere fünfstellige Summe abgerungen. Die erhält die RKG, solange sie in der ersten oder zweiten Bundesliga kämpft. Zusammen mit dem Geld von Sponsoren und Gönnern kann im Randsport Ringen zwar eine schlagkräftige Erstliga-Mannschaft finanziert werden. Fürs Erreichen des Finals reicht das aber nicht.

Muss es indes auch nicht: Denn das Bundesliga-Team soll bezahlbar bleiben. Allzu große finanzielle Risiken wollen sie bei der RKG dem Vernehmen nach keine eingehen. Es kann jedenfalls nicht schaden, wenn Vernunft höher bewertet wird als übertriebener Ehrgeiz.
 
 
Aus: BZ-Plus, Georg Gulde, 31.12.2021

 Tolle Kulisse, trotz Niederlage
 

OB Horn erlebte bei seinem Ringerfan-Debüt einen begeisternden Derbykampfabend, trotz der 9:14 Niederlage gegen Urloffen – und zeigte sich bei der Aktion #Mattewuppen erneut großzügig.
 

Ähnlich fasziniert und beeindruckt von der Präsentation und lautstarken Stimmung des Freiburger Ringkampfsports waren die Stadträte Julia Söhne und Franco Orlando. Die coronabedingt nur zu 50% erlaubte Auslastung der Staudingerhalle bedeutete Ausverkauf. Diese Gelegenheit nützte die zweifellos coolste Socke der Halle, Andy Kroll, zur Ehrung der RKG Helfer-Crew, wobei sowohl er wie auch das Weingut Paradies, sich als sehr spendabel zeigten.
 
Es ging in den ersten Kämpfen recht harzig los für die Lulu-Truppe. Sowohl Mihail Lapp (57kg Greco) wie auch Maxi Remensperger (98kg Gr) mussten deutliche Punktniederlagen gegen Aleksai Kinzhigaliev bzw. Lucas Lazogiannis einstecken.
Nick Matuhin (130kg Fr) hätte sich sicherlich einen weniger quirligen Armands Zvirbulis gewünscht. Der ehemalige Freiburger Publikumsliebling in Diensten des ASV kämpfte clever und gewann knapp mit 3:2 Punkten.
David Brenn (61kg Fr) blies im Anschluss zur Aufholjagd. Urloffens David Paul Kiefer konnte den Aktionen von Brenn nur wenig entgegensetzen. Am Ende stand ein deutlicher und verdienter 11:3 Punktsieg.
Eine schwierige Aufgabe hatte Lars Schäfle gegen Marius Lucian Atofani zu bewältigen. Taktische Maßgabe für den ASVler - möglichst wenig Punkte abgeben. Gelang dies Atofani in der ersten Kampfhälfte noch relativ gut, war der Druck von Lars danach zu groß – bedeutete, drei Mannschaftspunkte auf das RKG Konto.
Das absolute Highlight des Abends bot Andrej Janzen (66kg Gr) bei seinem Kampf gegen den amtierenden Weltmeister Victor Ciobanu. Was die beiden an Tempo, ringerischer Agilität und Qualität zeigten, war um „mit der Zunge zu schnalzen“. Der schmeichelhafte 4:1 Punktsieg für den Weltmeister tat der Hammerleistung von Andrej jedenfalls keinen Abbruch.
Beim Duell der beiden diesjährigen U23 WM-Teilnehmer Leon Gerstenberger (71kg Fr) versus Nico Megerle behielt Leon klar die Oberhand und wurde souveräner 5:2 Punktsieger.
Er hätte die Wende bringen können, der Kampf zwischen Marc Fischer (80kg Gr) und Domenik Chelo. Marc zeigte sich hellwach, griff Chelo clever ab und die fast Schulterniederlage des Urloffener hing am seidenen Faden – hätte, hätte, Fahrradkette – beim Abpfiff musste die RKG eine mehr als unglückliche Punktniederlage verbuchen.
Ebenso unglücklich die 1:3 Punktniederlage von Valentin Petic (75kg Gr) gegen den internationalen Top-Ringer Roman Pacurkowski.
Maxim Sacultans (75kg Fr) 4:3 Sieg gegen Joshua Knosp war wesentlich überlegener, wie es das Ergebnis vermuten lässt.
 
Fazit: Ein Kampfabend, der pure Werbung für’s Ringen war. Das macht Lust auf mehr:
 
08.01.2022 Playoff – Heimkampf (Staudingerhalle)


12.12.2021

Nick Matuhin, Felix Kraft Foto: Marion Stein

Derby-time mit Oberbürgermeister Horn


Derby-time in der Staudi mit dem Weltmeister, dem Oberbürgermeister und dem "Rüttler". Die RKG Freiburg trifft im letzten Hauptrundenkampf auf den Lokalrivalen ASV Urloffen.


Drei von drei – also 100 Prozent. Das kann sich sehen lassen, beschreibt die Zahl doch die Menge von südbadischen Ringer-Teams in der Bundesliga (Gruppe Südwest), die sich für die Playoffs qualifiziert haben. Hinter dem saarländischen Titelanwärter aus Köllerbach qualifizierten sich der ASV Urloffen, der TuS Adelhausen und auch die RKG Freiburg fürs Achtelfinale, das im Januar mit Hin- und Rückkampf ausgetragen wird und dessen Auslosung am Samstag, 18. Dezember, in Heilbronn-Neckargartach erfolgen wird.
Zuvor bestreitet die RKG am morgigen Samstag (19.30 Uhr) noch ihren letzten Hauptrundenkampf – zu dem sich laut Trainer Luigi Tascillo auch Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn in der Staudingerhalle als Zuschauer angesagt hat – für deren Betreten übrigens die 2G-plus-Regel gilt. Gegner der Breisgauer ist das Team aus Urloffen, das derzeit in der Tabelle überraschend vor dem TuS Adelhausen auf Rang zwei steht und das im Moldauer Victor Ciobanu einen aktuellen Weltmeister in seinen Reihen hat.
Den Hinkampf gewannen die Ringer aus dem Meerrettichdorf deutlich mit 18:9 Punkten. "Wir werden alles geben, dass es dieses Mal anders herum ausgeht. Da wird nichts hergeschenkt, nur weil beide Staffeln bereits sicher in den Playoffs stehen. Es ist schließlich ein Derby", sagt RKG-Übungsleiter Tascillo, der die Unterstützung einiger trommelnder Fans aus Tennenbronn und Hausen-Zell erwartet.
Die Schlüsselkämpfe, die über Sieg und Niederlage entscheiden dürften, sieht der Freiburger Übungsleiter in den beiden schwersten Gewichtsklassen. In der Kategorie bis 130 Kilogramm tritt Nick Matuhin gegen den Letten Armands Zvirbulis an, einst Publikumsliebling bei den Freiburgern. Matuhin will seine Gewichtsvorteile von 25 Kilo siegbringend nutzen. Das gilt im Limit bis 98 Kilo auch für Maximilian Remensperger, der voraussichtlich auf den zehn Kilo leichteren Florian Neumaier trifft.
Spannend dürfte es zudem in der Gewichtsklasse bis 71 Kilo werden, in der sich die beiden deutschen U-23-WM-Teilnehmer Leon Gerstenberger und Nico Megerle duellieren. Auch hier ist der RKG-Athlet der schwerere Ringer. Megerle, von manchen auch "der Rüttler" genannt, weil er dem Gegner keine Atempause gönnt, gilt indes als extrem konditionsstarkes Freistil-As.


Aus: BZ-Plus, Georg Gulde, 10.12.2021

Die Ringer der RKG Freiburg sind seriöser und besser geworden


Qualifikation für die Playoffs und die kommende Saison in der ersten Bundesliga – die Freiburger Ringer machen seit zwei Jahren vieles richtig, auch auf der Trainerposition.


Sollte das Coronavirus in Verbindung mit der Politik der Ringer-Bundesliga nicht doch noch einen Strich durch die Rechnung machen, dann wird die RKG Freiburg zu den Teams gehören, die ihr Saisonziel erreicht haben.
 
Die Griffkünstler aus dem Breisgau haben sich – wie bereits 2019 – für die Playoffs qualifiziert. Das ist in diesem Jahr besonders wichtig, denn nur die Playoff-Teilnahme garantiert den Status der Erstklassigkeit, weil in der kommenden Saison die erste Bundesliga neu strukturiert und auch wieder eine zweite Bundesliga eingeführt werden soll.
 
Die RKG, einst aus den Traditionsvereinen AV St. Georgen und SV Haslach hervorgegangen, hat sich in jüngster Zeit gemausert – auf und neben der Ringermatte. Kamen vor einigen Jahren selbst verschuldete Niederlagen am grünen Tisch, entweder durch mangelndes Regelwissen oder durch Aufstellungsfehler, schon mal vor, so ist das in den zurückliegenden zwei Runden nicht passiert.
 
Die RKG ist besser und seriöser geworden. Das hat mehrere Gründe: Der Verein nutzt seinen Standortvorteil durch den Olympiastützpunkt Freiburg nicht nur räumlich, indem er dort sein Training bestreitet, er holt vielmehr aus umliegenden kleineren Vereinen auch talentierten Nachwuchs und setzt ihn in der ersten Liga ein.
 
Außerdem hat der Club in der Verpflichtung von Freistiltrainer Ion Vasilachi, der selbst ab und an in der Bundesliga noch kämpft, einen Glücksgriff gelandet. Der Moldauer verfügt über ein hohes fachliches Wissen, das zum Beispiel dem U-23-WM-Dritten Lars Schäfle sehr zugute kommt – und er nutzt seine Kontakte in sein Heimatland.
Alle fünf ausländischen Athleten bei der RKG kommen aus dem kleinen osteuropäischen Land mit seinen 2,6 Millionen Einwohner. Das macht es dem Verein in Sachen Organisation einfach und es stärkt zudem den Zusammenhalt des Teams. Und das wiederum schlägt sich positiv in den Ergebnissen nieder.
 
 
Kommentar aus: BZ-Plus, Georg Gulde, 05.12.2021
 

Jugendmannschaft Vizemeister

 

Den größten Erfolg seit vielen vielen Jahren im Mannschaftsringen der Jugend, konnte unser Nachwuchs mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft erzielen. In der Verbandsjugendliga, der höchsten Liga des Südbadischen Ringerverbands, mussten sich die RKG Jungs zwar beim Rückkampf in Adelhausen denkbar knapp mit 19:17 geschlagen geben. Jedoch konnten alle anderen Mannschaften, im Gegensatz zu uns, die Dinkelbergringer nicht ansatzweise in Bedrängnis bringen.

Eine starke Leistung in der Vorrunde der Gruppe A, nur ein Kampf gegen Urloffen verloren, toppten unsere Jungs in der Rückrunde, wo sie ungeschlagen blieben. Der Finalvorkampf letztes Wochenende gegen den TuS endete zu Hause 17:17 unentschieden.

 

Glückwunsch an dieser Stelle seitens der RKG an die Jugendmannschaft vom TuS Adelhausen zum Meistertitel.

 

Beide Mannschaften konnten jeweils fünf Siege erzielen. Auf Freiburger Seite waren dies einmal mehr Seyfullah Kaya (76kg Freistil), der bereits nach knapp einer Minute einen Schultersieg erzielte.

Gleiches gelang auch Vladislaw Harcenko (34kg Fr) mit seinem Gegner Jan Schweizer. Vladislaw holte bei sieben der insgesamten acht Ligakämpfe die Maximalanzahl von vier Mannschaftspunkten.

Ebenso machte Vincent Pfaff (38kg Fr) kurzen Prozess mit Luka Graf. Ein Kopfhüftschwung brachte noch in der ersten Kampfrunde den vorzeitigen Sieg.

Der überragende Athlet auf RKG-Seite war definitiv Dario Fischietti (50kg Gr). Er besiegte sämtliche Gegner, auch ebenbürtig eingeschätzte, in den Ligakämpfen vorzeitig auf Schulter oder technisch Überlegen.

Nervenstärke zeigte einmal mehr Stephan Tsupikau (46kg Fr). Die letzte Wertung und damit ein 1:1 Punktsieg gegen Neo Warkentin gelang Stephan kurz vor Kampfende.

 

Gratulation an unsere herausragenden Vizemeister!

 

06.12.2021

Stark - Playoffs erreicht


Die RKG Freiburg erreicht in der Ringer-Bundesliga durch einen 21:9-Sieg in Heusweiler die Playoffs – und wird damit auch 2022 in der neu strukturierten ersten Liga dabeisein.


Die Erstliga-Ringer der RKG Freiburg sind in jeder Saison drei- bis viermal im Saarland zu Gast – und belohnen sich dann stets selbst. Nach getaner Mattenarbeit geht’s in die Pizzeria Little Italy nach Püttlingen im Köllertal. Am Samstagabend wurde nach dem klaren 21:9-Erfolg beim AC Heusweiler aus dem Besuch in "Klein-Italien" eine Siegesfeier. Denn mit dem Sieg qualifizierte sich die RKG nicht nur für das Playoff-Achtelfinale im Januar, sondern auch für die neu strukturierte erste Liga 2021/22.
 

"Wir sind sehr glücklich, dass wir – dank einer starken Mannschaftsleistung in Heusweiler – diese Ziele erreicht haben", sagte RKG-Trainer Luigi Tascillo. Kurz nach Betreten der Stamm-Lokalität, in der nach Auskunft des italienisch-deutschen Coaches einige Fotos von Mafia-Größen vergangener Tage an den Wänden hängen sollen, freuten sich die Ringer aus dem Breisgau riesig. Zum einen über den Sieg, zum anderen auf Pizza und Pasta, um den Kohlehydrat-Haushalt nach mancher Hungerkur der vergangenen Tage wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Der AC Heusweiler, der in der Hinrunde in Freiburg noch mit 15:14 die Oberhand behalten hatte, musste ohne den erkrankten Gennadij Cudinovic antreten. Der Schwergewichtler war der einzige männliche Freistilringer aus Deutschland vor einigen Monaten bei Olympia in Tokio. Sein Ersatz, Anton Peters, hatte im vierten von zehn Mattenduellen des Abends gegen Nick Matuhin, seines Zeichens Olympia-Starter von 2012, keine Chance. Nach Matuhins technischem Überlegenheitssieg lag die RKG bereits mit 10:3 in Führung.

Start mit ungewöhnlichen Gewichtsklassen

 
Gestartet wurde der Kampfabend vor 100 Zuschauern ausnahmsweise mit den Gewichtsklassen bis 80 und 71 Kilo, da die Ringer Marc Fischer (Freiburg) und Daniel Ufelmann (Heusweiler) noch andere Verpflichtungen hatten. So feierte Fischers Vater, der ansonsten mit seiner Familie bei fast jedem Auswärtskampf dabei ist, seinen 50. Geburtstag. "Die Mannschaft hat ihm ein Ständchen gesungen, es auf Video aufgenommen und gleich gesendet", berichtete Tascillo.
 
 
Aus: BZ-Plus, Georg Gulde, 04.12.2021