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Januar 2020

Hammer - RKG mit zwei EM Tickets

 

Schon fast historisch – mit Ellen Riesterer und Lars Schäfle wurden eich zwei Athleten der RKG für die kommenden Europameisterschaften (10. – 16.02.) der Aktiven in Rom nominiert.

Stand Ellen schon seit längerem als EM-Kandidatin fest, schnappte sich Lars erst beim Ausringen, gegen seinen Dauerrivalen Johannes Deml, diese Woche beim DRB-Lehrgang in Aschaffenburg, das begehrte EM-Ticket. Dabei, man muss es so sagen, deklassierte Lars seinen Kontrahenten förmlich. Bereits der erste Kampf endete sehr klar mit 11:6 für Lars. Im zweiten Kampf dann erneut eine Demonstration der eigenen Stärke des jungen USA-Studenten. Ein 11:1 Punktestand gegen Ende der zweiten Runde bedeutete technischer Überlegenheitssieger Lars Schäfle.

Für Ellen stellt die EM vor allem ein letzter Test vor dem Olympiaqualiturnier (19. – 22.03.) in Budapest dar. Dort wird sie in der Gewichtsklasse bis 50 Kilo starten, bei der EM geht sie bis 55 Kilo an den Start.

Das EM-Debüt unserer beiden Eigengewächse bei den Aktiven ist nicht nur ein Riesenerfolg für unseren Verein, sondern auch für den gesamten Südbadischen Ringerverband.

Wir gratulieren unseren erfolgreichen Sportlern zur Nominierung und drücken alle verfügbaren Daumen.                                                30.01.2020

Silber für Ellen Riesterer bei den Klippan Lady Open

 

 

Beim internationalen Turnier im schwedischen Klippan, vertrat Ellen die deutschen Farben in der Gewichtsklasse bis 53kg.
Im 1/4 Finale traf sie auf die starke Jugend-Olympiasiegerin und Lokalmatadorin Jonna Malmgren (SWE) und besiegt diese 4:2.
Im Halbfinale ließ Ellen ihrer amerikanischen Kontrahentin, Camille Fournier, keine Chance und schickte diese mit einem 10:0 Sieg von der Matte.
Lediglich im Finale musste sich Ellen der Japanerin Rino Kataoka 0:10 geschlagen gehen. Nach einem ausgeglichen Kampfauftakt konnte sich Ellen in der Bodenlage aus einer unglücklichen Beinschraube nicht befreien und so die Niederlage nicht verhindern. – mit ELLEN RIESTERER.
                                                                                                                                                                                                                     23.01.2020

Kaderpflichttunier-Lenny Zweiter

 

Eine erste Standortbestimmung für 2020 fand im oberfränkischen Bindlach beim Kadetten - Kaderpflichtturnier des Deutschen Ringerbundes statt. Dabei konnte Lenny Spiegel einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen.

So landete er gegen Jonathan Kempf (Württemberg) sowie gegen Jonas Berghoff (Sachsen-Anhalt) jeweils einen technisch überhöhten Punktsieg. Auch Erdogan Güzey aus Bayern konnte Lennys Einzug ins Finale nicht verhindern. Er kassierte eine Schulterniederlage.

Lediglich dem ein Jahr älteren Stützpunkt Trainingspartner Andrej Schwarzkopf aus Urloffen musste sich Lenny im Endkampf nach Punkten geschlagen geben.

 

Saubere Leistung - so darf`s weitergehen Leistung!                                                                                            19.01.2020

Ba-Wü Meisterschaften-RKG Mädels ganz vorne

 

Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften der Frauen, weiblichen Jugend und Schülerinnen schafften mit Sophia Schäfle, Sophia Nilles und Nora Lübke gleich drei RKG Ringerinnen den Sprung aufs Treppchen.

Unangefochten holte sich dabei Sophia Schäfle bei der weiblichen Jugend (bis 69kg) den BW Meisterschaftstitel. Den Vizemeistertitel schnappten sich, nach starken Leistungen, Sophia Nilles (weibl. Jgd./53kg) und Nora Lübke (Schülerinnen/29kg).

Schwer hatten es dagegen Pia Malstedt (Schülerinnen/35kg/Platz 6) und Zoey Mandel (Schülerinnen/27kg/Platz 6). Als Jahrgangsjüngste mussten sie ausnahmslos gegen wesentlich ältere Ringerinnen antreten. Dennoch gelang Pia ein Überraschungsschultersieg, nach einer 12:8 Punktführung, gegen Laura Baier von der WKG Weitenau-Wieslet.

 

Top Leistung!                                                                                                                                                   19.01.2020

Der AV Germania Freiburg St.-Georgen trauert um Harald Stolz

 

Harald war seit 1995 Mitglied und kam zum AV als dieser seinen Sohn Maik für die erste Mannschaft verpflichtet hatte. Er engagierte sich in der Vorstandschaft, u.a. als Sportwart und als 2. und 3. Vorsitzender. Ununterbrochen saß er bei den Kämpfen der RKG er am Kampfrichtertisch. Er war die Zuverlässigkeit in Person, bei jedem Ringerevent mit Familie zugegen. Am 2. Januar erreichte uns die Nachricht von seinem Ableben im Alter von 73 Jahren. Unser Mitgefühl gilt seiner                                      Frau und Familie.                                                                                                                                                     15.01.2020

Silber für Nora Lübke bei den Saarland Ladies Open

 

Nora Lübke erkämpfte sich Silber hinter Eleni Zagliveri (SC Korb, 0:4 SN) und vor Evelien Kulis (ASV Karthause, 4:0 SS). Herzlichen Glückwunsch!
Sophia Nilles unterlag im
Auftaktkampf Alina Heißenreder (TSG Haßloch) 0:2 nach Punkten, siegte daraufhin über Celine Scharfscheer (KAV Köllerbach) mit 7:6. Im letzten Kampf unterlag sie Sonja Nguyen (SV Preußen Berlin) 0:5 - Platz 9 für Sophia!

                                                                                                                                                                                  6.01.2020

RKG scheidet im Playoff Viertelfinale aus 

 

Für die RKG Freiburg war allein der Einzug in die Bundesliga-Playoffs schon ein großer Erfolg gewesen. Der SV Alemannia Nackenheim erwies sich im Viertelfinale nun erwartungsgemäß als eine Nummer zu groß. Den Hinkampf verlor Freiburg mit 8:23, vor dem Rückkampf konnte der dünne RKG-Kader den Ausfall zweier Leistungsträger nicht auffangen. Bei der 4:35-Niederlage beim SV Alemannia boten die Gäste nur neun Ringer auf und besetzten mit Mihail Lapp lediglich eine von vier Ausländerpositionen. Der Moldauer musste – nachdem er zwischenzeitlich 8:0 vorne lag – gegen Nachwuchsringer Burak Demir eine Schulterniederlage hinnehmen.

Der einzige RKG-Erfolg im Rückkampf vor 700 Zuschauern gelang Andrej Janzen. Der Freiburger Greco-Spezialist hatte im Hinkampf gegen Islam Koray Cakici im 66er Freistil 4:10 verloren, in seiner angestammten Stilart war es nun eine eindeutige Angelegenheit für den RKG-Ringer: Nach etwas mehr als fünf Minuten gewann Janzen das Greco-Duell technisch überhöht und holte vier Punkte für Freiburg. In den Rückkampf war Nackenheim mit drei Schultersiegen gestartet, auf Seiten der Gäste konnte einzig Marc Fischer seinen Kampf über die vollen sechs Minuten bestreiten.

 

Quelle: Badische-Zeitung                                                                                                                                                                               6.01.2020

Adolf Seger wird 75 und weiß: "Das Alter beginnt mit der Unbeweglichkeit"

 

Ein Dreivierteljahrhundert ist Freiburgs Vorzeige-Olympionike nun alt – und fit wie eh und je: Ringer-Legende Adolf Seger hilft heute Benachteiligten und unterstützt den Seniorensport.

 

Adolf Seger ist ein feiner Kerl. Er hat die Großen dieser Welt gesehen, die Hände der Reichen geschüttelt, war einmal der beste Ringer, den dieses Land in Jahrzehnten hervorgebracht hat. Aber er hat nie seine Herkunft vergessen, die Armut, in die er hineingeboren wurde als eines von zehn Kindern (sechs Jungen, vier Mädchen) in einer ganz einfachen Siedlung Freiburgs im Jahr 1945. "Damals war noch Krieg, es gab nichts zu essen, mein Vater hatte kein Geld", sagt er.

Ein Kämpfer, kein Intellektueller
Seger war kein großer Intellektueller, aber er war ein Kämpfer, und er fand im Ringen einen Sport, in dem er kämpfen konnte. Das tut er bis heute, auf seine Weise. Heute feiert Seger, den alle die Ringerlegende nennen, seinen 75. Geburtstag.

 

Früher setzte er seinen Körper ein, seine Kraft, seine Schnelligkeit, um zu siegen. Heute setzt er seinen Namen ein, um anderen Menschen zu helfen. Früher, in den 1970-er Jahren, gehörte er zu den bekanntesten Sportlern Deutschlands, erlangte in Ringerkreisen internationale Berühmtheit, reiste um die Welt, gewann Medaillen bei Olympischen Spielen und zweimal die Weltmeisterschaft der Aktiven. Heute hilft er ehemaligen Alkoholikern dabei, ihrem Leben wieder Sinn und Struktur zu geben. Er macht Gymnastik mit ihnen. Er sammelt Geld für krebskranke Kinder, fährt Rad für sie, spielt Tischtennis. Er setzt sich für Menschen ein, die nicht so gut kämpfen konnten und kämpfen können wie er. Oder auch einfach nur nicht so viel Glück hatten.

Seger, das 1,72 Meter große Kraftpaket
Nicht nur daheim in Freiburg als Kind, sondern auch später auf seinen Reisen als Ringer begegnete Seger immer wieder Menschen, die nichts hatten außer sich selbst. "Ich bin viel in der Welt herumgekommen", sagt er. "Ich habe tiefste Armut gesehen. Wenn du das gesehen hast, dann wirst du klein und demütig." Seger sammelte Medikamente für die Menschen auf Kuba, stieß immer wieder Hilfsprojekte an und lässt Initiativen, mit denen er sich identifizieren kann, bis heute Unterstützung zuteilwerden.

 

Er ist noch immer muskulös, durchtrainiert, ein 1,72 Meter großes Kraftpaket, und er motiviert immer wieder gern Ältere, sich ihren Möglichkeiten entsprechend so gut es geht regelmäßig ins Schwitzen zu bringen. "Das Alter beginnt mit der Unbeweglichkeit", sagt er. Als im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald überall Bewegungstreffs für die Generation 50 plus gegründet wurden, kostenlose Angebote im Freien für ein wenig Sport und Gymnastik zwischendurch, war Seger bei der Gründung der Gruppen dabei, machte mit, ließ sich mit den Menschen fotografieren und half, die Idee populär zu machen. Er hob nie ab, auch später nicht, als er zehn WM-Titel bei den Senioren gewann, blieb auf Augenhöhe mit den Menschen. Das merken sie. "Du musst ehrlich sein", sagt er. Es ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. Seger redet nicht drumherum, spricht Klartext, er hat einen feinen Humor. Auch das begründet seine Beliebtheit bis zum heutigen Tag.

42 Jahre lang hat Seger als Briefträger gearbeitet, ein ehrlicher Job, hart verdientes Geld. Das Ringen machte ihn nicht reich. Er hielt nie die Hand auf, engagiert sich grundsätzlich ehrenamtlich für den guten Zweck und will das auch weiterhin tun, solange er fit und gesund bleibt. Man nannte ihn den Houdini des Ringens, den Hexer, und als er aufhörte mit dem Kampf auf der Matte, kürte ihn der Deutsche Ringer-Bund zum international erfolgreichsten deutschen Athleten in der Geschichte dieses Sports. Aber Titel bedeuten ihm wenig. Menschen bedeuten ihm etwas. Was ist wichtig im Leben, Adolf Seger? "Dass du etwas bewegt hast", sagt er: "Dass du helfen konntest."

 

Quelle: Badische-Zeitung                                                                                                                                                                               2.01.2020