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November 2021                                                                                              

Leon Gerstenberger Foto: Marion Stein

Überraschender Derbysieg


Das Ringer-Erstliga-Team der RKG Freiburg überrascht und gewinnt mit 16:11 das Derby gegen den TuS Adelhausen, bei dem zwei wichtige Athleten fehlen.
 

"Wir wollen Gas geben, dann sind wir durch", lautete die Maxime von Florian Hassler, Trainer des Ringer-Erstligisten TuS Adelhausen vor dem Derby bei der RKG Freiburg. Doch er hatte die Rechnung ohne die Gastgeber gemacht. Denn die Athleten von RKG-Coach Luigi Tascillo erwiesen sich als hartnäckige Bremsklötze und sorgten am Ende für einen Totalschaden des Favoriten und gingen überraschend, aber verdient als 16:11-Sieger hervor.
 
Der TuS Adelhausen befand sich vor dem Kampf in Freiburg noch mitten im Kampf um Platz eins der Gruppe Südwest mit Tabellenführer KSV Köllerbach. Die Breisgauer dagegen wollen sich mit Rang vier für die Playoffs qualifizieren. Der TuS musste auf den privat verhinderten Kevin Henkel und Stefan Brunner verzichten. Das sollte sich als entscheidend erweisen.
 
Vor einer derbywürdigen und stimmgewaltigen Kulisse – 250 Zuschauer fanden trotz der 2G-plus-Regel den Weg in die Staudingerhalle – ging’s gleich heftig zur Sache. TuS-Ringer Nedyalko Petrov legte per Durchdreher gegen Mihail Lapp eine 11:0-Führung vor, doch der Freiburger konterte, kam auf 8:11 heran. Den Sack zu machte aber Petrov mit der "zweiten Luft" und sicherte seinen Farben gleich vier Teampunkte per Schultersieg. Den Gleichstand stellte RKG-Schwergewichtler Nick Matuhin gegen seinen Ex-Klub mit einem technisch überhöhten Erfolg gegen Felix Kraft her. Danach setzte sich für den TuS der 38-jährige Levan Metreveli Vartanov bis 61 Kilo gegen David Brenn (21) mit 8:2 Punkten durch.
 
Stark präsentierte sich danach der Freiburger Maximilian Remensperger gegen Arian Güney. Beim hart umkämpften 3:3-Gleichstand nach sechs Minuten ergatterte Güney einen Teampunkt dank seiner letzten Wertung. Mit einem souveränen Auftritt legte bis 66 Kilo RKGler Andrej Janzen den Grundstein für den 8:0-Erfolg gegen Manrikos Theodoridis, so ging es mit einem 7:7 in der Teamwertung in die Pause. "Wir sind absolut im grünen Bereich", sagte ein zufriedener Tascillo.
 
Auch danach konnte sich keine Staffel bis zum Schlusskampf entscheidend absetzen. Zunächst hielt sich WM-U-23-Bronzemedaillengewinner Lars Schäfle gegen den ebenfalls international erfahrenen TuS-Ringer Sebastian Jezierzanski bei der 0:7-Punktniederlage recht wacker, dann rückte Leon Gerstenberger dank zweier schöner Aktionen (Ausheber und Durchdreher) und dem 11:6-Punktsieg die Verhältnisse für die Freiburger wieder gerade.
 
Die Weichen für den Sieg der Gastgeber stellte im drittletzten Mattenfight Marc Fischer, dessen 12:2-Punktsieg über Pascal Ruh die erstmalige Führung (12:9) für die Tascillo-Staffel bedeutete. Ringen auf höchstem Niveau präsentierten im Weltergewicht Valentin Pesic und Gästeathlet Istvan Kritian Vancza – mit dem besseren Ende für den TuS-Athleten, der mit seinem 7:1-Punktsieg seine Staffel auf 11:12 heranbrachte.
 
Den RKG-Sieg sicherte Maxim Sacultan mit einem technischen Überlegenheitssieg über Tom Stoll. "Wir haben verdient verloren, also kann ich nicht zufrieden sein", erklärte TuS-Coach Florian Hassler den Auftritt seiner Mannschaft und fügte ergänzend hinzu, dass die Leistung bei einem Teil seiner Athleten hinter den Erwartungen blieb, die es zu analysieren gelte.
 
Völlig anders war die Gemütslage bei einem rundum glücklichen Luigi Tascillo. "Wir haben verdient gewonnen. Die Einstellung hat gestimmt und wir haben um jeden Punkt gefightet", so die Analyse des RKG-Übungsleiters. Dieser Überraschungserfolg sollte Motivation genug sein, um am kommenden Wochenende, beim wichtigen Aufeinandertreffen um Platz vier in Heusweiler, die Playoff-Teilnahme perfekt zu machen.
 
 
Aus: BZ-Plus, Thomas Fricker, 28.11.2021
 

Pari pari beim Finalderby

 

Das Finalderby der Verbandsjugendliga, der höchsten Jugendliga des Südbadischen Ringerverbandes, endete zwischen der RKG Freiburg J und dem TuS Adelhausen J 17:17. Beim Rückkampf nächste Woche kommt es nun zum definitiven Showdown um Platz eins.

 

Der Kampf der Nachwuchsringer sorgte bereits mächtig für Stimmung in der Staudingerhalle. Zeigte er doch den im Anschluss kämpfenden RKG Bundesligaringern, dass man auch Favoriten zum Wackeln bringen kann.

 

Wie nicht anders zu erwarten bei Jugendkämpfen, wurde mit offenem Visier gekämpft - sprich fast immer mit vollem Risiko, hop oder top.

 

Den Anfang machte Adam Dreibach (29kg Fr). Er musste sich gegen Leopold Kummer entscheidend geschlagen geben.

Erneut überzeugte Seyfullah Kaya (76kg Greco). Nach klarer Führung schulterte er Manuel Loeper mit einem ansatzlosen Umsetzer aus dem Stand heraus.

Hugo Lübke (31kg Gr) konnte seinen Kampf gegen Louis Freiberg lange offenhalten. Mit einer Brustpresse am Boden beendete dieser den Kampf jedoch vorzeitig.

Simon Bauer (61kg Gr) musste den Kampf leider verletzungsbedingt beenden.

Im Freistil kann Vladislaw Harcenko (34kg Fr) eine perfekte Bilanz vorweisen. Per Kopfhüftschwung beendete er die Begegnung gegen Nikita Just bereits in der ersten Kampfminute.

Leon Kuckuck (57kg Gr) zeigte eine taktisch starke Leistung gegen Julius Kummer. Das glücklichere Ende beim Endstand von 3:3 Punkten hatte aber der Dinkelberger.

Wer nichts riskiert, der nichts gewinnt. Nach diesem Motto verfuhr Vincent Pfaff (38kg Gr) und schulterte Luka Graf, bei deutlichem Punkterückstand, mit einem lehrbuchmäßigen Hüftschwung.

Dann kam die „Stunde von Mister Zuverlässig“ alias Dario Fischietti (50kg Fr). Nikita Revin hatte nicht den Hauch einer Chance und musste, wie alle Gegner von Dario in den bisherigen Gruppenkämpfen, vier Mannschaftspunkte an die RKG abgeben.

Im Gegenzug konnte Phillip Nilles (42kg Fr) wiederum dem besten TuS Punktesammler Wladislav Melnikov kein Paroli bieten.

 

Am Ende lag es erneut an Stephan Tsupikau (46kg Gr), die Kohlen für die RKG aus dem Feuer zu holen. Lange ging nicht viel gegen Neo Warkentin. Mit zwei blitzschnellen Schlüpfern an die Hüfte sorgte Stephan beim 4:2 Punktsieg, für den an Spannung kaum zu überbietendem Finalkampf, für ein leistungsgerechtes Unentschieden.

 

27.11.2021

David Brenn Foto: Achim Keller

David Brenn – der Beineverknoter aus Tennenbronn

 

Ringer David Brenn kommt wie der Fußballer Christian Günter aus Tennenbronn. Beim Bundesliga-Derby zwischen der RKG Freiburg und dem TuS Adelhausen geht er am Samstag auf die Matte.

 

Er lebt seit 2015 in Freiburg – und doch hat es bis zu dieser Saison gedauert, ehe David Brenn beim Ringer-Bundesligisten RKG Freiburg anheuerte. Das liegt zum Großteil an seiner Verbundenheit zum Heimatort Tennenbronn, dessen in Sportkreisen derzeit bekanntestes Gesicht Fußball-Profi Christian Günter ist, der Kapitän des SC Freiburg. Umso erstaunlicher: Eigentlich ist David Brenn Fan des VfB Stuttgart.

 

Der 21-Jährige ist schlau genug, sich diplomatisch zu seiner Anhängerschaft beim Fußball zu äußern: "Mein Vater ist VfB-Fan, da nimmt man das irgendwie auf. Da ich aber schon mit 15 Jahren ans Internat des Olympia-Stützpunkts Freiburg gekommen bin, interessiert mich natürlich auch der SC." Auch wegen Christian Günter, der – laut Brenn – ab und an zu den Mannschaftskämpfen des KSV Tennenbronn gekommen ist.

In dem Stadtteil von Schramberg mit seinen 3500 Bewohnern gehen die Kinder entweder zum Fußball oder zum Ringen. "Was anderes gibt’s ja nicht", sagt der RKG-Neuzugang süffisant. Und wem drückt David Brenn nun die Daumen, wenn der SC auf den VfB trifft? "Da will ich nur ein schönes Fußballspiel sehen", sagt der junge Mann diplomatisch, der nach dem Abitur an der Staudingerschule zunächst ein Lehramtsstudium in Freiburg begann (Deutsch und Mathematik), inzwischen aber bei einer Firma in Kirchzarten eine Ausbildung zum E-Commerce-Kaufmann begonnen hat.

Günter voraus hat David Brenn die Anzahl der deutschen Meistertitel. Und es ist davon auszugehen, dass der Fußball-Nationalspieler in dieser Rubrik nicht mehr gleichziehen wird. Bereits dreimal hat Brenn bei nationalen Titelkämpfen seine Gegner mit Freistilaktionen so verknotet, dass in seiner Gewichtsklasse keiner besser war als er – einmal in der B-Jugend, zweimal in der A-Jugend. Auch bei Jugend-Europameisterschaften vertrat er den Deutschen Ringer-Bund bereits zweimal (2015 und 2017).

Seinem ersten Jahr in der Bundesliga sind intensive Familiengespräche vorausgegangen. Vater Matthias ist nicht nur als Trainer für den Südbadischen Ringer-Verband im Einsatz, er ist auch Coach des KSV Tennenbronn. Wie steht denn ein Trainer eines Dorfvereins da, der eine in Südbaden außergewöhnliche Jugendarbeit betreibt, wenn ausgerechnet sein Sohn zu einem anderen Verein wechselt? Das hat sich Matthias Brenn mehr als einmal gefragt. Auf der anderen Seite: Soll ein talentierter und ehrgeiziger Ringer, der sich früh für den Wechsel vom Dorf in die Stadt und damit an den Olympiastützpunkt Freiburg entschieden hat, den Wechsel zu einem Bundesligisten nur deshalb nicht wagen, weil er der Sohn des Coaches in seinem Heimatclub ist?

Unterstützung durch Brenns Heimatclub
"Die Ringerkollegen meines Vereins haben mich bestärkt, den Schritt zu gehen", sagt David Brenn, der in den Gewichtsklassen bis 66 und in der Rückrunde bis 61 Kilo kämpf." Der Abschied vom KSV Tennenbronn sei ihm nicht leichtgefallen.

Auch wenn Brenn aufgrund seiner Ausbildung nicht mehr wie zu Schülerzeiten vormittags trainieren kann: Bei der deutschen Meisterschaft, sollte sie 2022 nach den Coronawirren überhaupt stattfinden, will er nochmal angreifen und eine Medaille gewinnen. Und am Samstag (19.30 Uhr) in der Staudingerhalle im Südbaden-Derby gegen den TuS Adelhausen? "Da will ich dem Team mit einer guten Leistung helfen."

Sollte es das Pandemie-Geschehen erlauben, werden Brenn und die RKG am Samstag von einigen Ringer-Fans und Trommlern aus Tennenbronn unterstützt. Christian Günter wird indes nicht darunter sein. Er spielt mit dem SC am gleichen Tag in Bochum.

Hinweis für Zuschauer: Neben Personalausweis, Impfzertifikat und Ticket müssen Zuschauer in der Staudingerhalle einen negativen zertifizierten Antigen-Schnelltest vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden ist, oder einen PCR-Test (48 Stunden gültig). Nicht erlaubt sind Selbsttests.

 

Aus: BZ-Plus, Georg Gulde, 25.11.2021
 

Finaleinzug

 

Die RKG Jugend erreicht, nach bärenstarken Gruppenkämpfen, in der Verbandsjugendliga den Finaleinzug gegen den TuS Adelhausen. Unsere Nachwuchsringer konnten am Wochenende alle Rückrundenkämpfe der Gruppe A erfolgreich bestreiten. Dabei beeindruckte vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung unserer Jungs.

 

Zum Auftakt, der in Turnierform stattfindenden Mannschaftskämpfe, konnte man den Gastgeber KSK Furtwangen klar mit 32:8 besiegen. Verlor man in der Vorrunde noch mit 9 Punkten Unterschied gegen Urloffen, drehten wir dieses Mal den Spieß um und gewannen das Duell mehr als souverän mit 23:11. Damit war klar, dass wir auch dem VfK Eiche Radolfzell, erneut wieder die Stirn bieten können.

 

Die Begegnung war ein Ringkampfkrimi, der keine Nerven schonte. Hugo Lübke (29kg Greco) und Seyfullah Kaya (76kg Fr) legten mit zwei Schultersiegen vor. Doch Eiche konterte und kam gegen Adam Dreibach (31kg Fr) und Simon Bauer (61kg Gr) ebenfalls zu zwei Schultersiegen.

Danach wechselte die Führung immer wieder ab. So mussten auf unserer Seite Vladislaw Harcenko (34kg Gr), Vincent Pfaff (38kg Fr) und Phillip Nilles (42kg Gr) Niederlagen einstecken. Leon Kuckuck (57kg Fr) und Dario Fischietti (50kg Gr) wiederum lieferten jeweils einen vierer auf das RKG Punktekonto.

Punktestand vor dem letzten Kampf 16:16.

Stephan Tsupikau (46kg Fr) war der Papierform nach alles andere als der Favorit. Dementsprechend attackierte der Radolfzeller Arthur Dick ständig, kam aber nicht über eine 1:0 Führung bis zur dritten Minute hinaus. Dann schlug die Stunde von Stephan. Taktisch clever und mit der nötigen Härte, nutzte er eine Schwäche des VfKler und schulterte diesen unter den Anfeuerungsrufen der RKG Anhängerschaft.

 

In der Gruppe B setzte sich der TuS Adelhausen souverän gegen die RG Lahr und die WKG Kandern/Hausen-Zell durch.

Die Terminierung des Vor- und Rückkampfs wird zwischen den beiden Vereinen besprochen. Seitens der RKG wird die Erstbegegnung auf nächsten Samstag (27.11.21) angestrebt – trifft da die RKG doch zu Hause in der Bundesliga Südwest ebenfalls auf die Staffel vom Dinkelberg.

 

 

21.11.2021

 Belohnung mit Pizza und Pasta


RKG Freiburg ringt sich zu einem 24:6-Sieg in Riegelsberg
 

Die Belohnung fiel wieder einmal üppig aus. "Wir haben gut gegessen und sind sehr satt geworden", berichtete der Deutsch-Italiener Luigi Tascillo vom Besuch beim "Lieblings-Italiener" im Saarland. Fast immer, wenn der Trainer der RKG Freiburg mit seinem Bundesliga-Ringerteam im kleinsten Flächenbundesland unterwegs ist, stärken sich die Sportler und Betreuer nach dem Mannschaftskampf dort. Und das ist pro Saison immerhin viermal der Fall, denn neben dem samstägigen Gegner KV Riegelsberg zählen die Teams aus Köllerbach, Heusweiler und Hüttigweiler zu den Konkurrenten.
 
Appetit für den Gaumenschmaus beim Italiener hatte sich die RKG-Mannschaft um den überzeugenden U-23-WM-Teilnehmer Leon Gerstenberger zuvor auf der Ringermatte geholt. Beim Tabellenletzten stand es nach fünf der zehn Einzelkämpfe zwar nur 7:6 für die Breisgauer, da sie aber nach der Pause alle weiteren fünf Duelle für sich entschieden, wurde daraus noch ein hoher 24:6-Erfolg. Vor nur 70 Zuschauern gingen die Freiburger, die in Bestbesetzung antraten, konzentriert zu Werke. "Das war eine geschlossene Leistung, mit der wir unser Ziel, das Erreichen der Playoffs, weiter im Blick haben", so Tascillo, der sich schon aufs Südbaden-Derby am Samstag, 27.11.21, (18.30 Uhr/ Staudingerhalle) gegen Adelhausen freut.
 
Aus: BZ-Plus, Georg Gulde, 22.11.2021
 

Ein Sieg, eine Niederlage und ein Schockmoment für die RKG Freiburg

 


Zwei Punkte holten die Freiburg Bundesliga-Ringer am Wochenende. Maxim Sacultan bricht am Samstag in Köllerbach zusammen, ringt aber tags darauf gegen Hüttigweiler.


 
Zu Beginn der Rückrunde haben die Erstliga-Ringer der RKG Freiburg am Doppelkampftag des Wochenendes die erwartbaren zwei Punkte geholt. Einen Tag nach der klaren 7:25-Niederlage beim verlustpunktfreien Tabellenersten KSV Köllerbach gelang der Mannschaft des Trainerduos Ion Vasilachi/Luigi Tascillo ein 28:5-Heimerfolg gegen den Tabellenvorletzten ASV Hüttigweiler.
 
Damit wahrte die RKG nach acht von zwölf Kämpfen in der Gruppe Südwest die Chance, wie 2019/20 in die Playoffs zu kommen. Hierzu müssten die Freiburger (6:10 Punkte) bis zum letzten Kampftag am 18. Dezember noch den punktgleichen AC Heusweiler abhängen. Denn den Hinkampf hatte die RKG daheim mit 14:15 verloren. Zum Duell der beiden direkten Konkurrenten kommt es am 4. Dezember im Saarland.
 
Vor 160 Zuschauern in der Staudingerhalle war der Kampf gegen Hüttigweiler eine einseitige Angelegenheit. Und laut Tascillo "eine hundertprozentige Leistungssteigerung gegenüber dem Vortag". Der Coach hatte vor dem Kampf in der Kabine extra darauf hingewiesen, "dass wir immer noch auf Playoff-Kurs sind, wenn wir gewinnen". Und er hatte die Mannschaft heiß gemacht mit den Worten: "Wir kämpfen heute für Maxim Sacultan. Wenn er als Letzter an der Reihe ist, dann sollten wir den Mannschaftskampf schon gewonnen." So war es dann auch. Sacultan war in Köllerbach auf der Matte zusammengebrochen (siehe Artikelende). Der Moldauer ging gegen Hüttigweiler dennoch auf die Matte und wurde sogar technischer Überlegenheitssieger gegen Mathias Schwarz. Maximilian Remensperger, der seinen ersten Saisonsieg feierte, Nick Matuhin, der bei seinem Heimdebüt seinem Gegner Egor Olar keine Chance ließ, wussten ebenso zu überzeugen wie der Rest des Teams. Tascillo: "Das war eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung."
 
Sacultan mit Verdacht auf Gehirnerschütterung im Krankenhaus
 
Einundzwanzigeinhalb Stunden zuvor war die RKG Freiburg beim verlustpunktfreien Spitzenreiter KSV Köllerbach chancenlos. Im Gegensatz zum Hinkampf, den die Saarländer glücklich 15:14 für sich entschieden hatten, gaben sie sich nun keine Blöße. Bei den Freiburgern hatte sich David Brenn auf 61 Kilo heruntergeschwitzt. Doch gegen den aktuellen WM-Dritten in der 57-Kilo-Klasse, Horst Lehr, war Brenn chancenlos und verlor in der vierten Minute nach 2:17-Punktrückstand auf Schulter. Auch das Debüt von Nick Matuhin verlief nicht wie gewünscht: Gegen den Ukrainer Aleksander Khotsianivski, aktueller EM-Dritter und Olympia-Teilnehmer von Tokio, zog der vielfache deutsche Meister und Olympia-Starter von 2012 überhöht nach Punkten den Kürzeren.
 
Dramatisch verlief der Kampf bis 75 Kilo: Der 41-jährige Andriy Shyyka, nach wie vor wohl Deutschlands bester Freistil-Weltergewichtler, revanchierte sich für die Hinkampfniederlage gegen den Moldauer Maxim Sacultan. Dieser führte zuerst, geriet dann aber in eine Beinschraube Shyykas. Sacultan verlor anschließend kurz das Bewusstsein, sackte zusammen und fiel auf die Matte. Er wurde zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht.
 
Die RKG, für die Andrej Janzen, Valentin Petic und Marc Fischer ihre Kämpfe gewannen, war mit zwei Kleinbussen ins Saarland gereist. Wegen Sacultans Krankenhaus-Aufenthalt, bei dem es keine klare Diagnose gab und die Ärzte eine Gehirnerschütterung vermuteten, konnte einer der beiden Kleinbusse dann erst gegen vier Uhr morgens nach Freiburg zurückkehren.
 
 
Aus: BZ-Plus, Georg Gulde, 15.11.2021
 

Reserve überrascht

 

Ein überraschendes Unentschieden (17:17) gelang der RKG Reserve am Sonntag im Vorkampf gegen den Tabellendritten Lutte Sélestat. Dabei wähnten sich die Gäste aus Schlettstadt bereits zwei Kämpfe vor Schluss auf der Siegerstraße, führten sie doch mit 17:9 Punkten.

 

Doch dann schlug die Stunde der RKG Jugend. Maxim Gergert (75kg Greco) schulterte eiskalt den bärenstarken Cihan Seril, der völlig konsterniert die Matte verließ. Stellte Maxim`s Sieg den Kampfverlauf doch völlig auf den Kopf.

 

Dennoch wähnten die französischen Ringernachbarn sich noch immer als die sicheren Sieger. Der erst 15jährige Seyfullah Kaya (75kg Fr) schien ihnen zu jung, um Abdullah Saymann entscheidend zu besiegen. Diese Vorstellung erwies sich als fataler Irrtum. Seyfullah nutzte in der zweiten Kampfhälfte seine Chance am Boden und drückte seinen Kontrahenten unerbittlich auf beide Schultern. Die RKG Anhänger jubelten und Schlettstadt schüttelte ungläubig die Köpfe.

 

Den Grundstein für den Erfolg legte „Ringer-Oldie“ Daniel Maaß. Er stellte sich im Schwergewicht in den Dienst der Mannschaft und gab, mit großem Kämpferherz und taktischer Raffinesse, lediglich drei Punkte ab. Dieser fehlende Punkt tat den Franzosen am Ende doch sehr weh.

 

Ebenfalls zu überzeugen wusste an diesem Sonntagnachmittag Leon Kuckuck (57kg Greco) mit einem knappen 4:3 Punktsieg gegen Théo Lorber.

 

Masi Salahi (71kg Fr) benötigte nur die erste Runde, um gegen Jonathan Sadoux, als technisch überhöhter Punktsieger die Matte zu verlassen.

 

Seinen Ruf als „Killer“ festigte Eugen Mai (98kg Greco) erneut. Einen Routinier vom Kaliber eines Meté Han Seril zu schultern ist starke Ringkampfkunst.

 

 

14.11.2021

3. Weltmeister

 

Historisch - Erste Freistil U23 WM Medaille für DRB

 

Lars Schäfle gelang bei der U23 WM in Belgrad ein sensationeller Erfolg. Vor Ort unterstützt von RKG Trainer Ion Vasilachi, gelang Lars mit dem Gewinn von Bronze ein hammerstarkes Turnier. Er holte damit die erste Medaille überhaupt für den Deutschen Ringerbund, bei einer U23 WM (seit 2017) der Männer im Freien Stil.

Ebenfalls eine top Leistung zeigte seine Schwester Sophia mit dem 5. Platz. Für ihren Start in Belgrad war eine Ausnahmegenehmigung wegen ihres Alters notwendig, da sie noch zum jüngsten Jahrgang der Juniorinnen zählt.

Unser dritter WM-Teilnehmer, Leon Gerstenberger, war Debütant in Serbien. Er musste sich in der Qualifikation dem Inder Parvinder 8:2 nach Punkten geschlagen geben.

 

Gegen den späteren ukrainischen U23 Weltmeister Mukhammed Aliev scheiterte Lars unfassbar knapp mit 4:4 Punkten, im 1/4 Finale. Der Ukrainer gewann den Finalkampf gegen Saijad Saberali Gholami (IRI) deutlich mit 11:4 Punkten.

 

Davor, im 1/8 Finale, schulterte Lars den Franzosen Rakhim Magamadov spektakulär mit einem Doppelbeinangriff, wobei er ihn von ganz oben nach ganz unten auf die Matte knallte, so dass der Franzose widerstandslos liegen blieb. Magamadov ist kein geringerer, als der amtierender Junioren-Vizeweltmeister.

 

Der Hoffnungsrundenkampf gegen den Uzbeken Bobur Islomov war ein kämpferischer Kraftakt mit der Brechstange - 3:2 Punktsieg.

 

Im Finalkampf gegen den Russen Zagid Karimov zeigte Lars eine taktisch-ringerische Meisterleistung beim 3:0 Punktsieg. Damit ist er, nach Klaus Riesterer, erst der zweite Freiburger, der bei einer WM einen Russen besiegen konnte.

 

Herzlichen Glückwunsch an unsere stolzen WM Teilnehmer!

 

10.11.2021

Gemeinsam zur WM nach Belgrad


In Sophia und Lars Schäfle nehmen erstmals aus Südbaden Schwester und Bruder an Ringer-Welttitelkämpfen teil.
 


Das hat es im südbadischen Ringkampfsport noch nicht gegeben: dass Schwester und Bruder gemeinsam bei einer Weltmeisterschaft starten. Für dieses Novum sorgen Sophia und Lars Schäfle von der RKG Freiburg. Beide sind bei der U-23-WM dabei, die diese Woche in Belgrad stattfindet: Sophia Schäfle, die Vize-Europameisterin bei den Juniorinnen bis 68 Kilogramm, und ihr vier Jahre älterer Bruder Lars (22), EM-Fünfter bei den Männern 2020 und EM-U-23-Fünfter 2021 in der Gewichtklasse bis 86 Kilo.
 
"Bundestrainer Patrick Loes hat mich vor einigen Wochen überrascht, fast schon überrumpelt, als er mich gefragt hat, ob ich bei der U-23-WM kämpfen will", sagt Sophia Schäfle, die nächstes Jahr ihr Abitur an der Staudingerschule in Freiburg ablegen will. Eigentlich war sie für die WM der Juniorinnen im August in Ufa (Russland) vorgesehen. Doch eine Innenbandverletzung am Ellenbogen, erlitten beim Vorbereitungslehrgang in Heidelberg, verhinderte ihren Start. "Weil es derzeit im U-23-Bereich des Deutschen Ringer-Bundes keine überragende Athletin gibt, habe ich die Chance erhalten", sagt die junge Frau ziemlich bescheiden.
Dass Sophia Schäfle über ihre Nominierung immer noch verblüfft ist, erweist sich als wenig verwunderlich. Zwar darf sie schon seit ihrem 14. Lebensjahr regelmäßig am Olympiastützpunkt Freiburg trainieren – und damit zwei Jahre früher als die meisten Ringerinnen –, zudem hat sie bei der Juniorinnen-Europameisterschaft Ende Mai und Anfang Juni in Dortmund die Silbermedaille gewonnen, obwohl sie zum jüngsten der startberechtigten Jahrgänge gehörte (2001 bis 2003). Aber die U-23-Weltmeisterschaft ist schon noch einmal ein anderes Kaliber – zumal in der zweithöchsten Gewichtsklasse im Frauenringen.
 
Zwei potenzielle Gegnerinnen kennt Sophia Schäfle schon
 
Deshalb sind die Ambitionen der Schülerin auch nicht sehr hoch oder gar medaillenfixiert. "Ich will gute Kämpfe zeigen, Erfahrungen sammeln und alles geben", sagt sie. In der Türkin Nesrin Bas, die sie nach Punkten bezwang, und der Finalgegnerin Oksana Chudyk aus der Ukraine, gegen die sie überhöht nach Punkten (0:10) verlor, kennt sie bereits zwei Kontrahentinnen von der Juniorinnen-EM in Dortmund.
 
Neben ihren bekannt starken Beinangriffen und ihrer beachtlichen Kondition ("liegt wohl in der Familie") könnte Sophia Schäfle bei der U-23-WM auch der Olympiasieg von Aline Rotter-Focken bei den Sommerspielen in Tokio helfen. "Der hat dem Ringen sehr gut getan und uns allen hier am Olympiastützpunkt nochmals einen Push gegeben", sagt die Freiburgerin. Sophia Schäfle flog am Montag nach Belgrad, in ihrer Gewichtsklasse beginnen die Kämpfe am heutigen Mittwoch. Bruder Lars ringt erst am Samstag und fliegt am Donnerstag in die serbische Hauptstadt. "Den Finalkampf oder das Duell um Platz drei von Sophia kann ich vor Ort anschauen", sagt der 22-Jährige augenzwinkernd.
 
Unterstützt werden die Geschwister vor Ort von ihren Eltern Dorothea und Hartmut – coronabedingt wird sich der Kontakt allerdings auf WhatsApp-Nachrichten und Handy-Anrufe beschränken. "Denn die Athleten wohnen mit ihren Betreuern genauso in einer sogenannten Blase wie die auswärtigen Zuschauer, die der Weltverband in einem Hotel unterbringt", so Lars Schäfle. Der Mittelgewichtler hatte vor dem Corona-Ausbruch in den Vereinigten Staaten von Amerika studiert und trainiert, kehrte im Frühjahr 2020 wegen der Pandemie dann aber vorzeitig nach Deutschland zurück – nicht zuletzt wegen der damaligen Corona-Politik des damaligen US-Präsidenten Donald Trump. Nun studiert der 22-Jährige Wirtschaftsingenieurwesen in Furtwangen, der Heimatstadt seines Vaters Hartmut. Seine sportlichen Ambitionen bei den U-23-Welttitelkämpfen? "Ziel ist immer eine Medaille, aber dazu muss man zwei gute Tage erwischen", sagt Lars Schäfle, der auch im kommenden Jahr noch einmal bei U-23-Titelkämpfen startberechtigt ist. Allerdings hat es die Meldeliste in sich. So ist in der 86-Kilo-Freistilklasse unter anderem der Dritte der Männer-WM in Oslo dabei, Abubakr Abakarov aus Aserbaidschan. "Da gibt’s ein paar Hochkaräter. Die können schon ringen", sagt Lars Schäfle. Eine Medaille strebt er trotzdem an.
 
Und den Kampf um Edelmetall könnte dann auch seine jüngere Schwester Sophia sehen. Weil der DRB nicht so reich ist wie der Deutsche Fußball-Bund, fliegt das Frauen-Team zwar bereits am Samstagmorgen nach Deutschland zurück. Aber Sophia Schäfle bildet die Ausnahme, damit sie noch die Kämpfe ihres Bruders vor Ort anschauen kann.
 
Außer den Schäfle-Geschwistern sind bei der U-23-WM aus Südbaden noch drei Athleten dabei: Patrick Neumaier (Hofstetten/griechisch-römischer Stil/bis 97 Kilo), Nico Megerle (Urloffen/Freistil bis 61 Kilo) und Leon Gerstenberger (RKG Freiburg/Freistil/65 Kilo).
 
Aus: BZ-Plus, Georg Gulde, 03.11.2021
 
 

Dritter Sieg in Folge

 

Den dritten Sieg in Folge verbuchte die 2. Mannschaft der RKG beim südbadischen Landesligakampf gegen den RSV Schuttertal II. Dabei fiel das Ergebnis mit 28:8 am Ende sehr deutlich aus. Diesen Erfolgsschwung gilt es jetzt bis zum Freitag (05.11) mit zu nehmen. Um 20.30 Uhr empfangen wir den Tabellenführer VfK Eiche Radolfzell in der Vigeliushalle.

Bleibt zu hoffen, dass dem Mannschaftsringen pandemiebedingt, nicht wieder in die Suppe gespuckt wird. Sollte die Corona-Warnstufe in Baden-Württemberg demnächst ausgerufen werden, droht eine Einstellung der südbadischen Ligakämpfe seitens des Landesverbands.

 

Lediglich die beiden jüngsten Nachwuchsringer Leon Kuckuck (57kg Greco vs Nico Kürz) sowie Seyfullah Kaya (75kg Gr), gegen den von der 1. Mannschaft abgezogenen Jannis Lauer, mussten sich entscheidend geschlagen geben.

Klare Punktsiege erzielten Navid Farzad (80kg Gr) und Masi Salahi (71kg Fr).

Starke Leistung von den älteren Jugendringern: neben Mischa Tsupikau (66kg Gr) packten auch Abdullah Rahimi (61kg Fr) und Maxim Gergert (75kg Fr) jeweils vier Mannschaftspunkte auf das RKG-Konto.

Erneut konnte Eugen Mai (98kg Gr) mit einem Schultersieg glänzen. Ebendies gelang auch in überzeugender Manier Michel Riesterer (86kg Fr) sowie Igor Maier (130kg Fr).

 

02.11.2021