Starke Leistung von Amelie Flamm in Frankfurt/Oder. Mit einer überraschenden Silbermedaille im Gepäck kehrt unser Nachwuchstalent von der nationalen Bühne (U17/57kg) zurück. Überraschend deshalb, weil Amelie zum Auftaktkampf am Freitag einen klassischen Fehlstart erlebte.
Bereits am Donnerstag trat die RKG-Trainerequipe die weite Reise an die polnische Grenze an. Freitagabends folgte der Auftaktkampf – und der wurde zum bitteren Fehlstart.
Gegen die ein Jahr jüngere Mareile Bloßfeld vom RC Germania Potsdam ging nichts – die 0:7 Punktniederlage ernüchternd. Damit stand Amelie früh enorm unter Druck – eine weitere Niederlage hätte bereits das Aus in den Poolkämpfen bedeutet.
Doch was dann folgte, war eine beeindruckende Aufholjagd.
Amelie zeigte am zweiten Wettkampftag eindrucksvoll, was für Qualitäten in ihr stecken.
Ihr erstes „Opfer“ war Liv King. Mit 11:0 Punkten musste sich die Ringerin vom AB Aichhalden vorzeitig technisch überhöht geschlagen geben.
Danach galt es für Amelie, gegen Levke Peter vom SV Preußen Berlin zu bestehen. Diese hatte Amelies Auftaktgegnerin zuvor klar besiegt. Unsere RKG-Ringerin ging Vollgas in die Offensive und siegte noch in der ersten Halbzeit 13:2 durch technische Überlegenheit – das war ein Statement im Kampf um Platz eins im Pool.
Beim Poolfinale gegen Katharina Klein überraschte Amelie ihre Gegnerin mit gekonnten offensiven Aktionen. Erneut hieß es bereits innert der ersten Runde – technische Überlegenheitssiegerin Amelie Flamm.
Damit war der freitags kaum mehr für möglich gehaltene Finaleinzug perfekt.
Das Finale selbst wurde durch eine unglückliche Kuriosität geprägt. Kurz nach Beginn, Amelie hatte mit einem Angriff praktisch schon die erste Wertung in der Tasche, wurde der Kampf abgepfiffen aufgrund einer technischen Panne – sprich das Computersystem gab seinen Geist auf.
Die ewige Unterbrechung brachte unsere Ringerin sichtbar aus dem Tritt. Ihre Gegnerin, Emma Sophie Steuer, stellte sich hingegen mental besser ein.
Nach Wiederaufnahme des Kampfes – nun mit klassischer Punktetafel – ging die Kleinostheimerin schnell in Führung. Amelie musste in der Folge mehr Risiko gehen und wurde dabei unglücklich ausgekontert – Schulterniederlage.
Trotz dieses unglücklichen Finalverlaufs bleibt eine herausragende Gesamtleistung: Nach Fehlstart kämpfte sich Amelie eindrucksvoll bis ins Finale und belohnte sich mit der Silbermedaille bei einer Deutschen Meisterschaft – top Leistung.
Die Vorstandschaft gratuliert ihrer Nachwuchsringerin herzlich zu diesem großartigen Erfolg. Ein besonderer Dank gilt RKG-Coach Lena Rösler, die Amelie vor Ort hervorragend betreute.