Die Ringer der RKG Freiburg starten am Samstag, 5. September, mit einem Heimkampf gegen die RKG Reilingen/Hockenheim in die neue Saison der ersten Bundesliga. Die Liga hat sich neu aufgestellt.
Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Doch im Fall der RKG Freiburg wird die Vorfreude jedes Jahr aufs Äußerste ausgereizt. Denn hierzulande läuft die Saison im Mannschaftsringen seit eh und je zwischen Spätsommer und Winter – von der ersten Liga bis in die untersten Ligen. Meist von September bis Januar. Im Rest des Jahres dominieren nationale und internationale Einzelmeisterschaften und Turniere.
Und damit zu einer Besonderheit des Mannschaftsringens: Ligen gibt es in dieser Sportart international nämlich kaum. Die erste Bundesliga gilt deswegen auch als eine der stärksten der Welt. Und deswegen tummeln sich hier zahlreiche Spitzenkönner.
„Wir bereiten uns eigentlich seit Januar vor“, sagt Ion Vasilachi am späten Dienstagabend. Anstrengende Tage. Der Start der neuen Saison steht unmittelbar bevor. Nächste Woche geht’s los. Der 33-jährige Trainer ist bei der RKG Freiburg für die Freistil-Ringer zuständig.
„Deutsche Meisterschaften, internationale Turniere“, sagt er, „unsere Jungs befinden sich das ganze Jahr im Training.“ Insofern ist die Bundesliga für die Ringer eine Art Training auf höchstem Niveau und Vorbereitung für die anderen Wettkämpfe. Und die sind dann wiederum Vorbereitung für die Bundesliga. Der ewige Kreis der Griffkünstler.
Lange Tradition
Dass die Freiburger im Oberhaus mitringen, ist angesichts des internationalen Gewichts der Liga beachtlich. Doch Ringen in Freiburg hat Tradition. 1999 entstand die RKG Freiburg als Zusammenschluss des SV Haslach und der AV Germania Freiburg-St. Georgen. Dazu trainiert die RKG seit einigen Jahren beim Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald. Denn im dortigen Gebäude an der Schwarzwaldstraße liegen die Ringermatten ständig aus, der Aus- und Abbau der Matten vor und nach dem Training entfällt.
Der SV Haslach und der AV Germania Freiburg-St. Georgen konnten in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren auf viele Erfolge zurückblicken. St. Georgen hatte einst am Europacup der Freistilmannschaften teilgenommen und Haslach das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft bestritten. Vereinslegenden wie der kürzlich verstorbene Adolf Seger und sein Bruder Edmund, Eduard Giray, Uwe Sachs und Klaus Riesterer waren die Stars der Freiburger Ringerszene.
Und 2025 wagte die RKG wieder einmal den Sprung in die Beletage. Eigentlich waren die Freiburger in der zuvorigen Runde in der zweiten Liga nur Zweiter geworden. Doch da der Deutsche Ringer-Bund dann beschloss, die erste Liga eingleisig zu machen, verzichtete der Meister AC Heusweiler auf den Aufstieg; die RKG ergriff die Chance am Schopfe und war eines von acht Teams in der Bundesliga.
Bis zu 350 Zuschauer bei den Heimkämpfen in der Staudingerhalle
Durch den Aufstieg erhielt der Verein mehr Zuschüsse von der Stadt. Und die Athleten in den eigenen Reihen wie der vierfache deutsche Meister Lars Schäfle und der moldawische Olympia-Starter Valentin Petic waren bereit fürs Oberhaus. Am Ende standen allerdings nur Niederlagen zu Buche – und 0:28 Punkte. Dem Zuspruch hat das nichts abgetan. Bis zu 350 Zuschauer kamen zu den Heimkämpfen der RKG in die Staudingerhalle.
Für die neue Saison plante der Deutsche Ringer-Bund wieder einmal neu: Die zweite Liga wurde abgeschafft, die erste Bundesliga auf 20 (!) Vereine aufgestockt. Die Strukturreform ist der Champions League im Fußball angelehnt. Da spielt ja auch nicht mehr Jeder gegen Jeden. In der Ringer-Bundesliga ist das jetzt auch so: Es gibt zwölf Kampftage, danach geht es – für die besten Teams – mit den Playoffs weiter.
Die RKG sieht sich für die Herausforderungen der Saison 2026 gut aufgestellt. Sieben neue Kämpfer haben die Breisgauer verpflichtet. Darunter Top-Ringer wie den 61-Kilo-Mann Alexandru Chirtoaca und 130-Kilo-Athlet Omar Sarem. Vasilachi sagt: „Wir stehen viel stärker da als vergangenes Jahr, das wird man vom ersten Kampf an sehen.“ Er trainiert weiter die Freistil-Experten, sein Kollege Florian Schenk, der gleichzeitig der neue Sportliche Leiter ist, die Greco-Leute.
Am Samstag, 5. September (19.30 Uhr) geht’s los für die RKG. Hoffentlich. Denn derzeit sind in der Staudingerhalle noch die Handwerker präsent – und nicht die Griffkünstler.
Quelle: Badische Zeitung, BZ-Plus, Autor: Jakob Schönhagen & Georg Gulde, 27.08.2026
Samstag, 05.09.2026
1. Bundesliga
RKG Freiburg 2000 vs RKG Reilingen / Hockenheim
Kampfbeginn: 19.30 Uhr
Vorkampf – Verbandsliga Südbaden
RKG II vs Olympia Schiltigheim II
Kampfbeginn: 18.00 Uhr
Staudinger Sporthalle, Staudinger Str. 10, 79115 Freiburg
Liebe Ringsportfreunde!
Ab sofort nehmen wir Online Reservierungen der Sitzplatz-Dauerkarten für die Saison 2025 auf unserer RKG Homepage unter dem Reiter Tickets entgegen.
Wie gewohnt, bekommen Dauerkartenbesitzer die sieben Bundesliga Heimkämpfe für den Preis von sechs.
Außerdem gelten die Dauerkarten auch für alle Heimkämpfe unserer 2. Mannschaft.
Eintrittspreise:
Stehplatz: 12 Euro / 8 Euro*
Sitzplatz: 15 Euro / 14 Euro*
Dauerkarte Stehplatz: 72 Euro / ein Heimkampf gratis / alle 4 Einzelkämpfe RKG II frei
Dauerkarte Sitzplatz: 90 Euro / ein Heimkampf gratis / alle 4 Einzelkämpfe RKG II frei
Freier Eintritt für Schüler unter 14 Jahren
Freier Eintritt für alle DRB-, SBRV-Kaderringer & Trainer vom OSP Freiburg**
Einzelkampf RKG II: 5 Euro – nur wenn RKG I nicht ringt
So. 04.10. /So. 01.11. / Sa. 19.12.2026
*Schüler (ab 14 Jahren), Studenten, Schwerbehinderte, Rentner, Vereinsmitglieder – mit gültigem Ausweis!
Alle RKG Heimkämpfe finden dieses Jahr in der Staudingerhalle statt.
*Schüler (ab 14 Jahren), Schwerbehinderte, Studenten, Rentner, Vereinsmitglieder