Sponsoren

KLICK zur Mediathek

September 2017

FREIBURG. Gemischte Bilanz für die südbadischen Ringerteams am vergangenen Wochenende: Der TuS Adelhausen unterlag in Neckargartach knapp mit 10:12, die RKG Freiburg feierte einen 18:5-Kantersieg in Urloffen.

In der Tabelle der Gruppe Südwest liegen sie gleich nebeneinander, die südbadischen Ringer-Mannschaften der Bundesliga nach dem dritten Kampftag: Adelhausen auf Platz vier, Freiburg auf Platz fünf und Urloffen auf Rang sechs. Die Ringer vom Dinkelberg haben aber erst zwei Kämpfe absolviert, Freiburg kann nach zwei Niederlagen den ersten Punktgewinn verbuchen, und Urloffen ist nach drei Niederlagen in Serie zum Saisonauftakt Vorletzter. Das Schlusslicht bildet der SV Triberg. Überraschend an der Spitze steht nach drei Siegen hintereinander der Aufsteiger SV Alemannia Nackenheim.

Das Auswärts-Wochenende der RKG Freiburg kann in jeder Hinsicht als geglückt gelten: Acht der zehn Ringer entschieden ihre Kämpfe beim ASV Urloffen in der Athletenhalle nördlich von Offenburg für sich. RKG-Coach Luigi Tascillo war äußerst zufrieden: "Bis zur Pause gewannen wir die ersten fünf Kämpfe und starteten stark", sagte er der BZ. "In der zweiten Runde hätte ich gedacht, dass Urloffen aufholen kann." Dies sei den Ortenauern freilich nicht gelungen. Der letzte Kampf des Abends war dann ein Aufgabesieg. Andreas Boczek vom ASV Urloffen habe verletzungsbedingt von der Matte gehen müssen, so Tascillo. Ein Extra-Lob gab’s für Florian Losmann und Stefan Käppeler ("stark gekämpft").

 

Auch die zweite Mannschaft konnte ihren ersten Sieg verbuchen. Durch die Siege von Marcel Osaby (61 kg), Hevazali Ahmadi (66 kg), Kevin Spiegel (75 kg), Kevin Henkel (80 kg), Lars Schäfle (98 kg), und Maxi Remensperger (130kg) war der 14:18 Sieg für die RKG perfekt. 

Badische Zeitung

Quelle: 

18.09.2017

Foto: Patrick Seeger (BZ)

Knockout vor dem ersten Mattenduell

 

Freiburger Bundesligaringer verlieren aufgrund eines Formfehlers gegen Nackenheim mit 0:40 / 15:12-Sieg im Freundschaftskampf.

 

RINGEN. Bundesliga: RKG Freiburg – SV Nackenheim 0:40 (Freundschaftskampf 15:12). Die Heimpremiere für die Freiburger Bundesliga-Ringer hätte so schön sein können. Gegen den SV A. Nackenheim siegte die Staffel von Luigi Tascillo mit 15:12. Doch der Wermutstropfen zeigte sich bereits vor dem Kampf auf dem Mannschaftsprotokoll, denn ein Formfehler mündete in eine 0:40-Niederlage.

Der Fauxpas: Für den an der Achillessehne verletzten Ivan Drobny sollte im Greco-Weltergewicht der gebürtige Bosnier Kenan Halac zum Einsatz kommen. Der 19-Jährige ringt schon seit der Jugend bei den Breisgauern und ging in der Vergangenheit aufgrund seines langjährigen Aufenthalts in der Bundesrepublik als Deutscher auf die Matte. Im Südbadischen Ringer-Verband (SBRV) war das nie ein Problem. Halac hatte vor seinem 14. Lebensjahr einen Ringerpass und wurde nach den SBRV-Richtlinien mit dem Status ND wie ein Deutscher behandelt. Diese Richtlinie hat der Deutsche Ringer-Bund (DRB) nicht, aber eine ähnliche, nämlich den Passus N6. Dieser beinhaltet, dass ein ausländischer Sportler länger als sechs Jahre seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland gehabt haben muss, den Kenan Halac zweifelsfrei erfüllt.

Aber jetzt kommt der Knackpunkt. "Dieser N6-Status muss jedes Jahr neu beim DRB beantragt werden", sagte SBRV-Präsident Martin Knosp auf Nachfrage der BZ. Und dieser Vermerk fehlte im Pass des RKG-Athleten. So galt Kenan Halac als EU-Ausländer, und so war die geforderte Anzahl von sechs deutschen Ringern bei den Freiburgern nicht erfüllt. Mattenleiter Benjamin Senn (Münster) blieb also nichts anderes übrig, als den Kampf mit 40:0 für die Nackenheimer zu werten. Die RKG-Verantwortlichen legten nach Kampfende Protest gegen diese Wertung ein. "Das sind wir der Mannschaft einfach schuldig", sagte ein sichtlich frustrierter Luigi Tascillo.

Die anschließenden Kämpfe, in aller Freundschaft natürlich, drängten die Regularien für zwei Stunden in den Hintergrund. Die Freiburger präsentierten sich trotz dieses Missgeschicks vor rund 300 Zuschauern in der St. Georgener Festhalle, die von den Vorgängen am Kampfrichtertisch nicht in Kenntnis gesetzt wurden, in glänzender Form. Aufgrund technisch überhöhter Siege durften WM-Teilnehmer Manuel Wolfer, der Lette Armands Zvirbulis und Stefan Käppeler vorzeitig zum Duschen. Die weiteren drei Punkte zum Freiburger Erfolg steuerten Rainhold Kratz und Balasz Kiss bei. Ebenso bot Bantamgewichtler Florian Losmann im für ihn ungewohnten Greco-Stil dem EM-Fünften von 2012, Ibrahim Fallacara, die Stirn und überließ dem favorisierten Nackenheimer nur einen 6:5-Punktsieg. Auch RKG-Freistiler Ion Vasilachi stand in der 80 Kilogrammklasse seinen Mann gegen den mehrfachen deutschen Meister und EM-Fünften von 2015, Osman Kubilay Cakici. Die 2:3-Niederlage bescherte den Rheinhessen nur einen Mannschaftspunkt.

"Wir sind der moralische Sieger", sagte Luigio Tascillo mit einer gewissen Spur von Trotz in der Stimme und fügte an: "Obwohl meine Ringer wussten, dass die Punkte nach Nackenheim gingen, haben sie sich voll reingehauen, keiner hat enttäuscht."

 

Quelle: Badische Zeitung

 

12.09.17

Luft nach oben

Erstligaauftakt mit deutlicher Niederlage beim Mitfavoriten Mainz

 

Von der finanziellen Kampfkraft her war es ein David gegen Goliath Duell dem sich unsere RKG Ringer, zum Auftakt der neuen Erstligasaison, gegenübersahen. Auch auf der Matte war der ringerische Unterschied zum Teil beträchtlich. Trotz alledem konnte unsere Mannschaft vier der zehn Mattenduelle für sich entscheiden, was für sich genommen so schlecht nicht wahr. Im Heimkampf am nächsten Wochenende gegen den SV A. Nackenheim sieht unser Trainergespann (Lulu/Victor/Igor) auf jeden Fall Luft nach oben: „Dem SV kann man auf Augenhöhe begegnen“.

Extrem Spannend verlief das Lokalderby unserer 2. Mannschaft beim SV Eschbach, leider mit dem glücklicheren Ende für die Dreisamtäler.

 

ASV Mainz 88 – RKG Freiburg 2000 18:4

 

Gewichtsklasse bis 57 kg (Freistil): Erfolgreicher Einstand für unseren Neuzugang, den Italiener Givi Davidovi. Mit Cleverness und taktischem Geschick behielt er mit 5:4 Punkten gegen den, in der vergangenen Erstligasaison ungeschlagenen Mainzer Beka Bujiashvili, die Oberhand (0:1 Mannschaftspunkte).

 

Gewichtsklasse bis 130 kg (gr.-röm.): Mit dem diesjährigen EM und WM Dritten Balazs Kiss (Ungarn) schnürt ein alter Bekannter die Ringerstiefel für die RKG (2008/2009). Mit 4:2 Punkten hielt er den U 23 EM Medaillenträger Mantas Knystautas souverän auf Abstand (0:1).

 

Gewichtsklasse /bis 61kg (Freistil): Mit dem Albaner Ilir Sefaj erwischte Florian Losmann einen im wahrsten Sinne des Wortes harten Brocken. Hielt er anfangs noch gut dagegen, so wurde die Begegnung zunehmend ruppig und damit einhergehend auch einseitig. Am Ende stand ein technisch überhöhter Punktsieg für den ASVler (4:0).

 

Gewichtsklasse bis 98kg (gr.-röm.): Bestens mit Erstligaluft vertraut ist unser Neuzugang Armands Zvirbulis, kämpfte der lettische Serienmeister doch letztes Jahr noch für den KSV Köllerbach. Kein Wunder, dass er im Stil eines alten Mattenfuchses Wladimir Remel, mit einem wunderschön vorbereiteten Beinangriff in der letzten Minute, noch aufgrund der letzten Wertung den Sieg vor der Nase wegschnappte (0:1).

 

Gewichtslasse bis 66 kg (Freistil): Einen klassischen Durchhänger nach den WM Strapazen der Männer letztes Wochenende in Paris hatte Manuel Wolfer. Er musste Niklas Dorn einen 3:1 Punktsieg überlassen. (1:0).

 

Gewichtslasse bis 86 kg (gr.-röm.): Florian Schenk durfte überraschend Bundesligaluft schnuppern. Als Ersatzmann für den verhinderten Julian Steinbach machte er seine Sache gut und verlor gegen Ercihan Albayrak lediglich nach Punkten. (3:0).

 

Gewichtslasse bis 71 kg (gr.-röm.): Rainhold Kratz wusste, was ihn in der 1. Liga erwartet. Dies betraf nicht nur die Physis, sondern auch die sportliche Einstellung – und die muss in der 1. Liga mitunter beinhart sein. Ein Zahn kostete ihn der knappe aber hochverdiente 1:0 Punktsieg gegen den Ukrainer Ruslan Kudrynets (0:1).

 

Gewichtslasse bis 80 kg (Freistil): Wie ringt man gegen den Olympiadritten 2016 und amtierenden Europameister? Voll dagegen dachte sich Ion Vasilachi, was auch in der 1. Runde ganz gut gelang. Dass unser Athlet dem Angriffstrommelfeuer von Soner Demirtas jedoch nicht ewig standhalten konnte war klar, am Ende hieß es technisch überhöhte Punktniederlage (TÜ) (4:0).

 

Gewichtslasse bis 75 kg A (Freistil): Ein Duell auf Augenhöhe lieferte sich Stefan Käppeler mit dem amtierenden Deutschen Meister Tim Müller. Trotzdem wird sich Stefan ärgern. Kurz vor Kampfende konterte der ASVler einen Angriff von ihm und sicherte sich damit den knappen Punktsieg (2:0).

 

Gewichtslasse bis 75 kg B (gr.-röm.): Bálint Korpási, Ungar, amtierender Europameister und WM-Dritter. Es gibt schlechtere Ringer gegen die man Erfahrung sammeln kann. Unser Nachwuchsmann Ivan Drobny hatte jedenfalls das „Glück“ und profitierte reichlich – aber genau über diesen Weg geht es voran. (4:0).

 

 

SV Eschbach 1967 – RKG Freiburg 2000 II 18:16

 

Jeweils fünf Siege für beide Teams. Igor Meier (130 kg Gr.-röm.) machte den Auftakt im Schwergewicht mit einem klaren 6:0 Punktsieg gegen Andreas Benitz. Masi Salahi (66 kg Fr.) kämpfte super und gewann unerwartet hoch mit 14:2 gegen Timo Schweizer vom SV. Keine Mühe hatte Kevin Henkel (80 kg Fr.) mit Aaron Faller. Er beendete das einseitige Duell nach knapp 2 Minuten TÜ. Ähnlich erging es Eschbachs Stefan Scherer gegen Lars Schäfle (98 kg Fr).

Die Überraschung des Abends aus RKG-Sicht war zweifellos der deutliche 15:4 Punktsieg von Jugend A Ringer Kevin Spiegel (75 kg Fr) gegen Lokalmatador Mario Läufer.

Vor dem letzten Kampf des Abends lag die RKG 16:14 vorne. Doch dann wurde Kenan Halac (75 kg Gr.-röm.) seine Risikofreude zum Verhängnis. Der SVler Dorian Becker nutzte die Gunst der Stunde und schulterte Kenan völlig überraschend.

 

03.09.17

 

 

Der WM-Dritte Balazs Kiss (rechts) aus Ungarn kehrt nach acht Jahren wieder zum Bundesligisten RKG Freiburg zurück. Foto: dpa

Start zur Reise ins Ungewisse

 

Ringer der RKG Freiburg vor einer schwierigen Herausforderung in der neuen Bundesliga / Auftakt am Samstag beim ASV Mainz.

 

RINGEN. Luigi Tascillo schaut nach der Frage bezüglich des Saisonziels auf das Tableau mit den Namen der sechs Teams, mit denen es seine Ringer in der neugegründeten DRB-Bundesliga Südwest zu tun haben werden – legt dann die Stirn in Falten, überlegt kurz und sagt nur ein Wort: "Klassenerhalt." Der Coach der RKG Freiburg weiß noch zu gut, wie er 2011 eine Mannschaft übernommen hatte, die sich zuvor aus der Beletage des Ringkampfsports sang- und klanglos ohne Punkte aus 18 Kämpfen verabschieden musste. "So eine desaströse Runde wollen wir unbedingt vermeiden", so das Credo des Freiburger Übungsleiters vor dem Rundenauftakt am Samstag beim ASV Mainz.

Kurze Zeit später legt der 55-jährige ehemalige italienische Meister im Freistil noch ein bisschen nach: "Das Erreichen des Achtelfinales wäre natürlich schön." Dazu bedarf es allerdings mindestens Platz fünf oder den besten sechsten Rang der drei Ligen, um ins Sechzehnerfeld für die Playoffs zu gelangen. Dass dieses Unterfangen recht schwierig für die Breisgauer werden wird, zeigen die klangvollen Namen der Klubs, auf die das Team vom Trainer-Dreigestirn Luigi Tascillo, Viktor Reh und Igor M aier trifft. Der ASV Mainz und der TuS Adelhausen, beide schon vor der Neustrukturierung Erstligist, sowie den beiden Ex-Zweitligaklubs ASV Urloffen und SV Triberg, daneben noch der Meister der Rheinland-Pfalz-Liga, SVA Nackenheim, und der Vizemeister aus der Regionalliga, VfL Neckargartach, bedeuten für die Breisgauer wahrlich keine Laufkundschaft.

Um sich in der neuen Liga zu behaupten, wurde in Sachen Personal bei der RKG kräftig aufgerüstet. Einem Abgang – der 36-jährige Greco-Trainer und Schwergewichtler Pavel Burla wechselt zum Verbandsligisten ASV Vörstetten – stehen gleich sieben Neuzugänge gegenüber. Im Fliegengewicht wird künftig italienisch gesprochen. Der eine Ringer, Givi Davidovi, ist sogar in beiden Stilarten zu Hause. Der 28-jährige italienische Doppelmeister 2017 und EM-Neunter wird im Freistil das Ringerdress für die RKG überstreifen. Sein Pendant im klassischen Stil ist sein 19-jähriger Landsmann Nicola Menghetti. Den Studenten bezeichnet Tascillo als seine "Wunderwaffe". Dessen Referenz ist die Bronzemedaille bei der Kadetten-EM 2015. In Kevin Henkel konnte ein weiterer Hochkaräter in die Breisgaumetropole geholt werden, wobei der 23-jährige Freistilspezialist die Stadt bestens aus seiner Zeit am Sportinternat in Verbindung mit dem Olympiastützpunkt kennt. "Er hat uns im vergangenen Jahr schon die Zusage gegeben, doch die Ispringer haben ihn uns dann im letzten Moment vor der Nase weggeschnappt", sagt Tascillo jetzt und freut sich, dass der deutsche Meister von 2015 und 2016 und Nationalkaderringer sein Versprechen nun einlöst. Der Berufssoldat wird in der 71-Kilogramm-Klasse auf die Matte gehen. Aus der Region stößt der 23-jährige Greco-Ringer Julian Steinbach zur RKG. Der Lahrer, von Tascillo als "bewährte Kämpfernatur" bezeichnet, war zuletzt beim Lokalrivalen SV Eschbach unter Vertrag und kommt in der Klasse 80 bis 86 Kilogramm zum Einsatz. Vom Ex-Erstligisten KSV Köllerbach losgeeist wurde der lettische Serienmeister im Freistil, Armands Zvirbulis. Der 28 Jahre alte Polizist kam auf Empfehlung von RKG-Freistil-Coach Viktor Reh. Beide kennen sich schon aus internationalen Einsätzen im Juniorenalter. Beim 28-jährigen Andrei Romanov kommt der Zeiger an der Waage in den Langstreckenbereich. Das moldawische 130-Kilogramm-Schwergewicht ist gestählt durch mehrfache internationale Einsätze für sein Land, wie auch Greco-Ringer Balazs Kiss in der gleichen Gewichtsklasse. Der Ungar gewann vergangene Woche bei der WM in Paris die Bronzemedaille und war auch schon Weltmeister (2009). Der mittlerweile 34 Jahre alte Recke ist kein Unbekannter in Freiburg, denn er ging schon 2008 und 2009 für die RKG auf Punktejagd. Ein weiterer Rückkehrer ist Stefan Käppeler. Nach einem Jahr zu Studienzwecken in den USA geht der DM-Dritte von 2014 und 2016 wieder an die Dreisam der Ringerarbeit in der 75 Kilogramm-Klasse im Freistil nach. Trotz der Aufstockung des Kaders muss die RKG weiter kleine Brötchen backen, der Etat für das Bundesliga- und Verbandsligateam beträgt, laut Verein, exakt die gleiche Höhe wie im Vorjahr, nämlich 75 000 Euro.

RKG kompakt: Zum Saisonstart bekommen die Freiburger gleich einen dicken Brocken vorgesetzt. Beim letztjährigen Rangsiebten der ersten Liga, dem ASV Mainz, werden die RKG -Ringer gleich einen Vorgeschmack bekommen, was die Liga so zu bieten hat. "Wir sind klar in der Außenseiterrolle, doch wollen wir ein respektables resultat".

 

Zu den Terminen

 

Quelle: Badische Zeitung

01.09.2017