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Dezember 2020                                                                                           

Kevin Spiegel, Mark Fischer Foto: Patrick Seeger (Badische Zeitung)

Die Ringer Kevin Spiegel und Marc Fischer haben für 2021 große Ziele

 

Kevin Spiegel und Marc Fischer sind sehr ehrgeizige Sportler. Die zwei Ortenauer ringen für den Bundesligisten RKG Freiburg – normalerweise. Die Pandemie hat beide auf ihrem Weg ausgebremst.

 

Ehrgeiz. Dieses Wort taucht weit vorne auf der Liste auf, wenn das sportliche Wirken von Marc Fischer und Kevin Spiegel beschrieben wird. Die beiden Ringer, der eine aus Lahr, der andere aus Kappel-Grafenhausen, kämpfen in der Bundesliga für die RKG Freiburg – aber sie haben noch mehr Gemeinsamkeiten. Nach einem Jahr, in dem es Corona-bedingt kaum Wettkämpfe für die Kampfsportler gab, sehnen sie sich nach Normalität. Und danach, ihren Ehrgeiz auch wieder bei Turnieren, Meisterschaften und Teamkämpfen zeigen zu können.

Ein Turnier hat Kevin Spiegel in diesem Jahr nicht bestreiten können. Und sein Ziel, deutscher Juniorenmeister im Freistilringen in der Klasse bis 74 Kilogramm zu werden, konnte er wegen der Corona-Pandemie auch nicht in Angriff nehmen. Die Titelkämpfe fielen aus.

2021 ist er in seinem dritten und letzten Jahr bei den Junioren startberechtigt. "Mein Ziel", da ist der Freistilspezialist ganz unbescheiden, "ist der Gewinn des Titels", sagt der 19-Jährige. Der eine oder andere seiner bislang schärfsten Konkurrenten darf altersbedingt nicht mehr mitmachen, der junge Mann, der sich in den vergangenen drei Jahren an der Max-Weber-Schule in Freiburg zum staatlich geprüften Sportassistenten hat ausbilden lassen und der nun an die Polizei-Hochschule in Lahr gewechselt ist, zählt bei den Titelkämpfen gewiss zu den Favoriten. In seinem Kopf schwirrt auch die Teilnahme an der Junioren-Europameisterschaft 2021 herum. "Das wäre was ganz Großes für mich", so Spiegel.

Aber: Noch ist die Pandemie nicht bezwungen, noch ist nicht klar, ob und welche Wettkämpfe stattfinden können – und wie lange es dauern wird, bis die Kampfsportler wieder so kämpfen können wie gewohnt. Durch den direkten Körper-Vollkontakt in den Sporthallen zählen sie zu den Sportarten, in denen eine Ansteckung nicht gerade unwahrscheinlich ist.

Wie schwierig das für die Ringer mit ihrem Sport ist, das zeigte sich im Herbst. Da wurde die Mannschaftssaison in der Bundesliga abgebrochen, die RKG Freiburg hatte geraden mal zwei der zunächst geplanten zehn Kämpfe absolviert.

Ganz so einfach wie in einer speziellen Sportlerklasse in Freiburg ist es jetzt für Kevin Spiegel nicht mehr, Ringen und Ausbildung unter einen Hut zu bringen. Neben dem neuen Unterrichtsstoff kann er aber auch auf Bewährtes zurückgreifen. Zimmerkollege in Lahr ist Nico Megerle, ebenfalls ein Ringer, der auch schon an der Max-Weber-Schule in der gleichen Klasse war wie Spiegel. Megerle, der für den ASV Urloffen in der Klasse bis 61 Kilo kämpft, nahm Mitte Dezember sogar am Individual World Cup in Belgrad teil, dem Ersatzturnier der Ringer für Olympia und der ebenfalls wegen Corona abgesagten WM. So weit ist Kevin Spiegel noch nicht. Aber das wettkampflose Jahr hatte für ihn doch noch eine positive Überraschung parat: Mitte November war er zu einem Lehrgang des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) an den Olympiastützpunkt Heidelberg eingeladen worden, nach dessen Ende dann auch das Team für den World Cup in Serbien bestimmt wurde. Den Ehrgeiz des Weltergewichtlers hat dieser Lehrgang jedenfalls weiter stimuliert.

 


Ein Jahr älter als Kevin Spiegel und zwei Jahre weiter in seiner Ausbildung zum Polizisten ist Marc Fischer. Der inzwischen 20-Jährige hat schon bei einer Nachwuchs-Europameisterschaft teilgenommen. Er kämpft nicht im Freien Stil, sondern in der griechisch-römischen Variante, bei der nur Griffe vom Kopf bis zur Hüfte erlaubt sind. Das kommt dem schweigsamen jungen Mann aus Lahr zugute. Als Jugendlicher, als er noch in beiden Stilarten unterwegs war, wurde er dreimal deutscher Meister (einmal B-, zweimal A-Jugend), jeweils im klassischen Stil. "Beim Freistil habe ich oft meine Beine vergessen", sagt Fischer.

Das Jahr 2020 begann für ihn gut. Erstmals seit elf Jahren erreichte die RKG Freiburg die Playoffs in der Bundesliga. Kevin Spiegel und Marc Fischer hatten einen nicht unerheblichen Anteil daran, weil in ihrer Gewichtsklasse bis 75 Kilo gleich zweimal gekämpft wird, ein Duell im Freien Stil und eins im griechisch-römischen Stil. Die Mannschaftskämpfe werden immer mit den 75-Kilo-Fights abgeschlossen, so dass oft die Leistungen von Spiegel und Fischer über Sieg oder Niederlage der Mannschaft entscheiden. Das kann eine Last sein. Doch das war es nicht für die beiden Athleten.

Für Marc Fischer ging es nach den Teamwettkämpfen gleich noch zur baden-württembergischen Juniorenmeisterschaft, bei der er sich – wenig überraschend – den Titel holte. Doch dann kam Corona, der Lockdown, eine vierwöchige Pause. "Ich habe mit einem Kumpel in einer Garage etwas Krafttraining gemacht in jener Zeit. Mehr ging nicht", sagt Fischer. Dann durfte am Olympiastützpunkt Freiburg unter Einhaltung besonderer Hygiene-Regeln wieder trainiert werden. Aber die deutsche Junioren-Meisterschaft im klassischen Stil, bei der Marc Fischer in seinem letzten Junioren-Jahr den Titel holen wollte, fiel zu seinem Leidwesen Corona-bedingt aus.

Der 20-Jährige, der als Lahrer trotz Polizistenausbildung weiter bei seinen Eltern Lydia und Alexander und seiner drei Jahre älteren Schwester Nicole wohnt, steckt sich nun neue Ziele. Beruflich wie sportlich. Wenn er seine Ausbildung im Frühjahr beendet, wechselt er nach Bruchsal zu einer speziellen Polizei-Einheit. BFE nennt sie sich abgekürzt. Hinter den drei Buchstaben versteckt sich: Beweissicherung und Festnahme-Einheit. Sportlich will der bei der RG Lahr groß gewordene Kopfhüftschwung-Spezialist weiter für die RKG Freiburg im Limit bis 75 Kilo auf die Matte gehen, "auch wenn das immer schwieriger wird und ich fast fünf Kilo abspecken muss". Aber das, so ist er sicher, "kriege ich schon hin".

Juniorenmeister kann er 2021 nicht mehr werden. Was ihn aber nicht daran hindern soll, bei den Aktiven zu glänzen. Zwar schaffen es die wenigsten Top-Junioren gleich im ersten Jahr bei den Senioren aufs Siegertreppchen. Aber Marc Fischer mit seinem Milchbubengesicht ist einiges zuzutrauen. "Vielleicht kann ich ja dann einen raushauen", sagt der große Schweiger ungewohnt keck.

 

Quelle: Badische Zeitung 

 

28.12.2020

Mihail Bradu belegt den 5. Platz beim Individual World Cup in Serbien

 

Unser Mr. Zuverlässig vertrat sein Heimatland Moldawien in der Gewichtsklasse bis 82 kg, im Griechisch-Römischen Stil.

Das Turnier begann für Mihail im Achtelfinale, wo er Filip Sacic aus Kroatien souverän, mit 5:0 technischen Punkten besiegte.

Im Viertelfinale schulterte er seinen Kontrahenten, Renat Kaljola aus Estland nach einer guten Minute Kampfzeit.

Im Halbfinale unterlag er dem späteren Turniersieger Milad Alirzaev aus Russland nur knapp und sicherte sich somit den Platz im sogenannten kleinen Finale, um Platz 3.

Gegen Radzik Kuliyeu (Weißrussland) fand Mihail leider nicht das richtige Mittel. Der Weißrusse entschied den Kampf, nach voller Kampfzeit mit 5:1 für sich.

 

Die RKG Freiburg 2000 gratuliert Mihail Bradu zu dieser herausragenden Leistung und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm!

 

Außerdem wollen wir Annika Wendle zur Silber- und Aline Rotter-Focken zur Goldmedaille, die beide am Olympiastützpunkt in Freiburg trainieren, recht herzlich gratulieren.

 

17.12.2020